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Auswanderer aus Crainfeld |
| Überbevölkerung, Steuerdruck, Missernten, aber
auch politische Unterdrückung haben in den vergangenen Jahrhunderten immer
wieder auch Crainfelder veranlasst, ihre Heimat für immer zu verlassen und
in der Fremde ein erhofftes besseres Leben zu beginnen. Dabei war die
Situation in Crainfeld in die allgemeine Entwicklung der Region eingebettet. In der Geschichte von Crainfeld sind drei größere "Auswanderungswellen" zu unterscheiden. In den Jahren 1720/21 sowie 1766 wanderten mehrere Familien nach Siebenbürgen, damals Teil des habsburgischen Königreiches Ungarn, und in das Wolgagebiet nach Russland aus. Der Schwerpunkt der Auswanderungsbewegung lag dann vor allem im 19. Jahrhundert. Das Hauptziel der Auswanderer in dieser Zeit waren die Vereinigten Staaten von Amerika, doch sind einzelne auch in andere Weltregionen wie z. B. Brasilien und Polen ausgewandert. Nach 1933 haben dann viele jüdische Familien aus Crainfeld aufgrund der Unterdrückung im Nationalsozialismus ihr Heimatdorf verlassen und sind teilweise nach Übersee emigriert. Auch sie sind zu den Auswanderern zu zählen. |
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Auswanderer nach Ungarn 1720/21 Den Hintergrund für die erste größere Auswanderung in der Geschichte des Vogelsberges bildete die hemmungslose und rücksichtslose Jagdleidenschaft des Landgrafen Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt (1678-1739). Durch das überhand nehmende Wild, die Parforcejagden über Äcker und Wiesen, und die Erhöhung der Steuern wurden insbesondere die oberhessischen Bauern wirtschaftlich ruiniert. Auch die stark zugenommene Bevölkerung nach dem 30jährigen Krieg, die aufgrund der in Oberhessen gültigen Realteilung zu einer Verkleinerung der Güter geführt hatte, dürfte mit ursächlich gewesen sein. Ab 1720 erschienen in der Landgrafschaft Hessen gezielt Werber im Auftrag des römisch-deutschen Kaisers und ungarischen Königs aus dem Haus der Habsburger, Karl VI., die Siedler für die brach und wüst liegenden Gegenden im kurz zuvor in den Türkenkriegen gewonnenen Ungarn und Siebenbürgen suchten. Trotz der Behinderung dieser Werbungen durch die landgräflichen Beamten wanderten 1720/21 insgesamt 300 Personen aus den oberhessischen Ämtern Alsfeld, Grebenau, Lißberg und Nidda nach Ungarn aus. Aus Crainfeld wanderten mindestens sieben Personen aus, aus dem benachbarten Bermuthshain zwei Familien. Die folgenden Angaben zu den Auswanderern aus Crainfeld ins Königreich Ungarn sind dem Hessischen Archiv-Dokumentations- und Informationssystem (HADIS) und der Veröffentlichung "Grebenhain. Geschichte und Gegenwart der Dörfer im südöstlichen Vogelsberg" von 1995 entnommen. |
| Bauermeister, Johann Jost, Herkunft: Schlechtenwegen. - Auswanderungsdatum: nach 1721 / Ziel: Ungarn. - Ehepartner: Helene Katharina B., geb.: Wacker / Crainfeld, 1 Kind(er). - Bemerkungen: cop. am 23.02.1719 in Crainfeld. Quelle: Auswandererkartei Ernst Wagner; D. Luth. Ungarn |
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Bauermeister, Susanna, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: nach 1721 / Ziel: Ungarn. - Alter/geb.: geb: 21.11.1719, Eltern: Johann Jost B., Helene Katharina B., geb.: Wacker. Quelle: Auswandererkartei Ernst Wagner; D. Luth. Ungarn |
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Jost, Johannes, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1721 / Ziel: Ungarn. Quelle: Auswandererkartei Ernst Wagner; Geschichtsblätter des Kreises Lauterbach Nr. 39 |
| Wacker, Helene Katharina, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1721 / Ziel: Ungarn. - Ehepartner: Johann Jost Bauermeister aus Schlechtenwegen. - Bemerkungen: cop. mit s.o. am 23.02.1719, nach Calazno 1721. Quelle: Auswandererkartei Ernst Wagner; D. Luth. Ungarn |
| Linker, Bernhard, Müller aus Crainfeld, 1720 ausgewandert. |
| Krisch, Johann Philippus, Bauer aus Crainfeld, geboren 8.9.1691 in Crainfeld, 1720 ausgewandert. |
| Vent, Johannes, wohnhaft in Crainfeld, Färber aus Grünberg, 1720 ausgewandert. |
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Auswanderer nach Russland 1766 Im Zeitraum 1763-1769 wanderten aus der Landgrafschaft Hessen und hier wiederum besonders aus Oberhessen insgesamt 20000 Menschen nach Russland aus. Sie wurden von der deutschstämmigen Zarin Katharina II. der Großen aus dem Haus Anhalt-Zerbst als Kolonisten im Wolgagebiet angesiedelt und stellten mit Siedlern aus anderen Gebieten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation die Vorfahren der Wolgadeutschen dar. Diese wurden nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion 1941 auf Befehl Stalins vorwiegend nach Kasachstan deportiert und dort zwangsweise angesiedelt. Im Jahr 1766 durchzogen Russlandauswanderer in geschlossenen Gruppen von bis zu 600 Personen das Gericht Crainfeld auf der so genannten "Alten Straße" von einem Sammellager in Büdingen in nordöstlicher Richtung nach Schlitz. Das Vogelsberggebiet war durch den vorangegangenen Siebenjährigen Krieg (1756-1763) sehr stark verarmt, weshalb sich auch hiesige Untertanen sich den Auswanderern anschlossen, denen zahlreiche Privilegien wie z. B. Steuerfreiheit und fertige Hofreiten in Aussicht gestellt waren. Einige "entwichen" auch heimlich, d. h. ohne Erlaubnis ihres Landesherren, aus ihren Dörfern. Aus Crainfeld ist nachweislich ein Ehepaar nach Russland ausgewandert. Die folgenden Daten stammen aus dem HADIS: |
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Gies, Balthasar, Herkunft: Burghuhn (Burghaun). - Auswanderungsdatum: 1766 / Ziel: Russland. - Ehepartner: Katharina G., geb. Rauber, Crainfeld. - Bemerkungen: Heirat 10.6.1766. Quelle: Auswandererkartei Ernst Wagner; H.F.V. Bd. 1, S. 120 |
| Gies, Katharina, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1766 / Ziel: Russland, Eltern: NN. Rauber. - Ehepartner: Balthasar G.. - Bemerkungen: Heirat 10.6.1766. Quelle: Auswandererkartei Ernst Wagner; H.F.V. Bd. 1, S. 120 |
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Auswanderer nach Nordamerika zwischen 1830 und 1890 Nach dem Ende der napoleonischen Kriege lebte die Auswanderungsbewegung im Vogelsberg erneut auf. Ausschlaggebend war die wirtschaftliche Not, wie sie in den Hungersnöten 1816-1817 und 1847-1847, Missernten und Preisverfall landwirtschaftlicher Produkte zum Ausdruck kam. Das Bevölkerungswachstum im 18. Jahrhundert hatte zur Herausbildung eines verarmten Kleinbauernstandes geführt. Weiterhin wurde durch die Industrialisierung das Leinweberhandwerk, das neben der Landwirtschaft die zweite wirtschaftliche Grundlage der Vogelsbergregion war, zunehmend ruiniert. Zudem versuchten viele junge Männer durch die Auswanderung der äußerst unbeliebten Militärdienstpflicht zu entkommen. Im Unterschied zu den Auswanderungen nach Ungarn und Russland im 18. Jahrhundert nahm die Auswanderungsbewegung im 19. Jahrhundert den Charakter einer Massenauswanderung an, deren Ziel vorrangig die Vereinigten Staaten von Amerika waren. Bereits im Jahr 1825 verließen 10000 Menschen aus Oberhessen, zwei Prozent der hessischen Gesamtbevölkerung, das Land. Allein im Jahr 1854 verließen 20000 Hessen ihr Heimatland in Richtung der "neuen Welt". Ein zeitgenössischer Bericht über die Auswanderung nach Nordamerika aus Crainfeld und den Nachbarorten in den Jahren 1837 und 1838 hat sich im "Schreibbuch" des Crainfelder Bürgermeisters Johann Heinrich Schmalbach ("Gänslangersch") erhalten und soll hier in voller Länge wiedergegeben werden: |
| Am 4ten Oktober 1837 des Morgens sind Andreas Schneider als Sohn des S. J. II von hier mit seiner Ehefrau Katharina Schneider gebürtig von Metzlos Gehaag und mit derselben bis dato noch keine Kinder hatte und seinen Vater sowie seinen Bruder namens Heinrich Luft welcher meist undeutlich sprach und auch durch sein Benehmen etwas Melancholie zeigte, nach Nordamerika ausgewandert, auch nehmen selbige Elisabetha Schaub aus Grebenhain, womit der Alte Luft sich vergangen hatte mit ihren 2 Kindern mit. Unter erheblichen Bedingungen wanderten Velten Rehberger, Schuster von hier mit seiner Ehefrau Gertraud, von Bermuthshain gebürtig, welche vier Kinder im Alter von 14-12-10-1/2 Jahre alt und nach Nordamerika ausgewandert. |
| Luft brachte das seinige eheliches Haus an Velten Öchler und stellten mit Einfluss und mit Grabgarten, war damit auch Gänseferch und Teich hinterm Haus, was deshalb an Johannes Hofmann, war 1450 Gulden und Einsitz einer alten Frau, Lufts Mutter, verkaufte. Rehberger bewohnte mit Velten Löffler die Wohnung gemeinschaftlich was derselben nebst seinem Feldgarten an den Bruder des Velten Löffler von Ilbeshausen verkaufte. |
| Auch auswanderten mit derselben von Grebenhain Andreas Windecker mit Frau und Familie, Heinrich Faitz und einer Schwester von Adam Gerich von Bermuthshain welche sich vor dem Wegziehen hat trauen lassen. |
| Sind auch von Bermuthshain Johannes Volz mit Familie, der Sohn von den Eheleuten Napf mit seiner Tochter von den sogenannten Anajes, ein lediger Sohn von Schmitzgehannesjes und ein lediger von Herchenschusterjes auch 2 Söhne von Hofmann zu Niedermoos und einer von Obermoos Gorgres, auch von Altenschlirf einer, und ein lediger von Reichlos. Johannes Schmied und auch dessen Bruder aus der Petersmühle mit Familie. Diese sämtliche Auswanderer mit dem Georg Schneider von Metzlos-Gehaag und Eltern und Familie ließen sich nach Bremen fahren und wurden nach Baltimor eingeschifft. |
| Crainfeld den 19. Oktober 1837 |
| aufgezeichnet durch den |
| Heinrich Schmalbach |
| damaliger Großherzoglicher Bürgermeister |
| in der gemeinde dahier. |
| Im Herbst dieses Jahres anfangs September zogen von Bermuthshain Johannes Jöckel mit seiner Frau (ohne Kinder) Johannes Klirzpart von da mit Frau und Familie, sodann Johann Bücher mit seiner geschiedenen Ehefrau. Bast Öchler (der sogenannte Schlagbaste) mit Frau und Familie. Johs. Bücher kam jedoch bald zurück, und dann Heinrich Rauber von Grebenhain mit Frau und Familie, welche in der Ahlmühle wohnte auf nach Nordamerika von hier weg |
| Crainfeld den 21.10.1838 |
| Schmalbach |
| Quelle: Arbeitskreis Dorfgeschichte Grebenhain (Hrsg.): Grebenhain. Geschichte und Gegenwart der Dörfer im südöstlichen Vogelsberg, Grebenhain 1995, S. 90f |
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Das Großherzogtum Hessen hatte die Auswanderung bereits 1821 legalisiert.
Um auswandern zu dürfen, musste man jedoch schriftlich um "Entlassung aus
dem Untertanenverband" ersuchen und einen Reisepass beantragen. Vorher
hatte der Auswanderungswillige seinen Auswanderungswunsch öffentlich
bekannt zu machen, um etwaigen Gläubigern die Möglichkeit zu geben, ihre
Forderungen geltend zu machen. Etwa die Hälfte aller Auswanderungswilligen
in Hessen umging jedoch diese Prozedur und verließ ohne Erlaubnis
"heimlich" das Land. Gelegentlich kam es auch vor, dass die Auswanderer in
ihrer neuen Heimat nicht die erhoffte bessere wirtschaftliche Existenz
fanden und wieder nach Deutschland zurückkehrten. In diesem Fall mussten
sie erneut die "Naturalisation" (Wiedereinbürgerung) beantragen. Von der großherzoglichen Regierung wurde die Auswanderung im allgemeinen nicht gern gesehen, da man eine Entvölkerung und des Landes und einen Verlust an Wirtschaftskraft und Steuereinnahmen befürchtete. Die Gemeinden betrachteten eine Auswanderung jedoch nicht selten als günstige Gelegenheit, sich ihrer Ortsarmen zu entledigen. Bekannt wurde die so genannte "Groß-Zimmern-Affäre" von 1846, als die in der Provinz Starkenburg gelegene Gemeinde Groß-Zimmern 675 völlig mittellose Einwohner auf Gemeindekosten nach New York übersetzen ließ. Viele Dörfer in Oberhessen verloren durch die Auswanderung ein Viertel bis ein Drittel, in manchen Fällen (z. B. Weidmoos) sogar die Hälfte ihrer Einwohnerzahl und Hofreiten. Das Dorf Wernings bei Wenings mit 161 Einwohnern wanderte im Jahr 1843 sogar geschlossen aus und ist seitdem eine totale Wüstung. Die Auswanderung ganzer Familien wurde nach der Reichsgründung jedoch zunehmend durch die Einzelauswanderung, etwa von nicht erbberechtigten Bauernsöhnen, abgelöst und ab etwa 1890 durch die Abwanderung in andere Regionen Deutschlands, insbesondere die aufstrebenden Industrieregionen wie das Ruhrgebiet, ersetzt. Die massenhafte Aus- und Abwanderung kam seit der Jahrhundertwende zum Stillstand. Die folgenden Angaben zu den Auswanderern aus Crainfeld nach Nordamerika sind dem HADIS entnommen und chronologisch geordnet: |
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Ruhl, Sebastian, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1830-05 / Ziel: Amerika, USA. Quelle: Auswandererkartei Walter Möller |
| Rauber, Sebastian, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1839-09-03 / Ziel: unbekannt, Schuster. Quelle: G 15 Büdingen Q 34 1839 Nr. 12 b |
| Straub, Friedrich, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1839-08-19 / Ziel: unbekannt. Quelle: G 15 Büdingen Q 34 1839 Nr. 11 |
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Rühl, Sebastian, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1840-03 / Ziel: Amerika, USA. Quelle: Auswandererkartei Walter Möller |
| Sommer, Benjamin, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1848-01 / Ziel: Amerika, USA. - Bemerkungen: mit Familie. Quelle: Auswandererkartei Walter Möller |
| Löffler, Sebastian, Herkunft: Crainfeld/Altenschlirf. - Auswanderungsdatum: 1849-10 / Ziel: Amerika, USA. - Bemerkungen: heimlich ausgewandert. Quelle: Auswandererkartei Walter Möller |
| Sommer, Benjamin Kinder, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1851-03 / Ziel: Amerika, USA. - Bemerkungen: die Kinder des Benjamin Sommer, der bereits in den USA ist. Quelle: Auswandererkartei Walter Möller |
| Meinhardt, Christoph, Herkunft: Crainfeld/Lauterbach. - Auswanderungsdatum: 1852 / Ziel: Übersee. Quelle: G 11 Nr. 54 (I) (Part.V) Film 7 Nr. 457 |
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Spamer, Theodor Wwe., Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1854-01 / Ziel: Amerika, USA. - Ehepartner: Spamer, Theodor, Schullehrer +. - Bemerkungen: Witwe mit Familie. Quelle: Auswandererkartei Walter Möller |
| Strauch, Andreas, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1854 / Ziel: Amerika (Nord). Konfession: luth.. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 270 |
| Baumbach, Andreas, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1856 / Ziel: Amerika (Nord). - Alter/geb.: 18 1/4, unselbständig. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 270 |
| Baumbach, Christian, Herkunft: Crainfeld/Hessen. - Auswanderungsdatum: 1860-02 / Ziel: Amerika, USA. - Ehepartner: NN.. - Bemerkungen: mit Familie. Quelle: Auswandererkartei Walter Möller; Lauterbacher Anzeiger Nr. 17/1860 |
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Goldschmidt, Samuel, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1864 / Ziel: Amerika. - Alter/geb.: 8.9.1845, Eltern: Hess, Jeda, geb.Goldmeier. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 274 |
| Laufer, Heinrich, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1864 / Ziel: Amerika (Nord). - Alter/geb.: 15.10.1846, Eltern: Laufer, Sebastian u. Laufer, Katharina geb. Baumbach. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 274 |
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Stock, Balthasar, Herkunft: Crainfeld, wohnhaft Bermuthshain. - Auswanderungsdatum: 1865-07 / Ziel: Amerika (Nord). - Bemerkungen: mit Ehefrau, 46 J. und 8 Kindern. Quelle: Auswandererkartei Walter Möller; G 15 Lauterbach Nr. 274 |
| Stock, Julianna, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1865 / Ziel: Amerika (Nord). - Alter/geb.: 24 J., Eltern: Stock, Balthasar. - Bemerkungen: mit Eltern und 7 Geschwistern. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 274 |
| Stock, Katharina, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1865 / Ziel: Amerika (Nord). - Alter/geb.: 26 J., Eltern: Stock, Balthasar. - Bemerkungen: mit Eltern und 7 Geschwistern. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 274 |
| Stock, Louise, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1865 / Ziel: Amerika (Nord). - Alter/geb.: 13 J., Eltern: Stock, Balthasar. - Bemerkungen: mit Eltern und 7 Geschwistern. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 274 |
| Stock, Peter, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1865 / Ziel: Amerika (Nord). - Alter/geb.: 16 J., Eltern: Stock, Balthasar. - Bemerkungen: mit Eltern und 7 Geschwistern. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 274 |
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Hess, Heinemann, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1870 / Ziel: Amerika, USA. - Alter/geb.: * 18.03.1853, 17 Jahre. Konfession: isr, Handelsmann, Eltern: Jeel und Jeda H.. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 274 |
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Hess, Löb, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1870 / Ziel: Amerika, USA. - Alter/geb.: * 30.05.1855. Konfession: isr, Eltern: Jeel und Jeda H.. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 274 |
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Linker, Balthasar, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1871 / Ziel: Amerika. - Alter/geb.: 1854 (ca.Juli). Konfession: ev., Landwirt. - Ehepartner: ledig. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 274 |
| Strauch, Heinrich, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1879-09 / Ziel: Amerika. - Alter/geb.: 05.12.1858. Konfession: ev., Eltern: Strauch, Johannes u. Strauch, Katharine geb. Linker. - Ehepartner: ledig. - Bemerkungen: mit Eltern und Bruder Johannes. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 274 |
| Strauch, Johannes, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1879-09 / Ziel: Amerika. - Alter/geb.: 31.03.1855. Konfession: ev., Eltern: Strauch, Johannes u. Strauch, Katharina geb. Linker. - Ehepartner: ledig. - Bemerkungen: mit Eltern und Bruder Heinrich. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 274 |
| Strauch, Katharina, geb. Linker, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1879-09 / Ziel: Amerika. - Alter/geb.: 22.04.1824. Konfession: ev.. - Ehepartner: Strauch, Johannes *23.8.1818. - Bemerkungen: mit Ehemann und den Söhnen Johannes und Heinrich. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 274 |
| Adolph, Maria, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1880-04 / Ziel: Amerika (Nord). - Alter/geb.: geb. 3.10.1818. - Ehepartner: Johannes Oechler (+). - Bemerkungen: mit Tochter Elisabetha Flach und deren Familie. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 274 |
| Flach, Balthasar, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1880-04 / Ziel: Amerika (Nord). - Alter/geb.: 23.06.1868, Eltern: Flach, Paul u. Flach, Elisabetha geb. Adolph. - Bemerkungen: mit Eltern, Schwester Maria u. Großmutter Maria Adolph geb. Oechler. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 274 |
| Flach, Elisabetha, geb. Adolph, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1880-04 / Ziel: Amerika (Nord). - Alter/geb.: 24.02.1844, Eltern: Adolph, Johannes+ u. Adolph, Maria geb. Oechler. - Ehepartner: Flach, Paul, geb. 19.02.1844. - Bemerkungen: mit Ehemann, Mutter und Kindern Balthasar u. Maria. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 274 |
| Flach, Maria, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1880-04 / Ziel: Amerika (Nord). - Alter/geb.: 14.05.1875, Eltern: Flach, Paul u. Flach, Elisabetha geb. Adolph. - Bemerkungen: mit Eltern, Bruder Balthasar u. Großmutter Maria Adolph geb. Oechler. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 274 |
| Flach, Paul, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1880-04 / Ziel: Amerika (Nord). - Alter/geb.: 19.02.1844, Schreinermeister. - Ehepartner: Flach, Elisabetha geb. Adolph, geb.24.02.1844. - Bemerkungen: mit Ehefrau, den Kindern Balthasar u. Maria und Schwiegermutter Maria Adolph geb. Oechler. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 274 |
| Mayer, Hirsch, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1886-05 / Ziel: Amerika. - Alter/geb.: 29.06.1869. Konfession: isr., Kaufmann, Eltern: Mayer, Mayer u. Mayer, Friedericke geb. Lind. - Ehepartner: ledig. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 274 |
| Bär, Joseph, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1887 / Ziel: Amerika. - Alter/geb.: 1869-22-04. Konfession: israel., Handelsmann, Eltern: Bär, Benjamin und Fanni, geb. Meier. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 274 |
| Bär, Karolina, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1887 / Ziel: Amerika. - Alter/geb.: 1867-08-10. Konfession: israel., Eltern: Bär, Benjamin und Fanni, geb. Meier. Quelle: G 15 Lauterbach Nr. 274 |
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Auswanderer nach Polen und Brasilien 1837 und 1858 Für die überwiegende Mehrzahl der Auswanderer aus dem Vogelsberg bildete Nordamerika das Ziel. Weniger bekannt ist, dass einzelne Familien auch in den Süden Amerikas auswanderten, nämlich das damalige Kaiserreich Brasilien, wo im Süden dieses Staates geschlossene bäuerliche Kolonien deutscher Auswanderer entstanden. Auch die Auswanderung in den Osten Europas blieb im 19. Jahrhundert weiterhin "aktuell". Die folgenden Angaben zu Crainfelder Auswanderern nach Polen und Brasilien in den Jahren 1837 und 1858 sind ebenfalls dem HADIS entnommen: |
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Luft, Andreas, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1837-06 / Ziel: Polen. - Bemerkungen: und Familie. Quelle: Auswandererkartei Walter Möller |
| Schäfer, Andreas, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1837-06 / Ziel: Polen. - Bemerkungen: mit Familie. Quelle: Auswandererkartei Walter Möller |
| Meinhardt, Anna Barbara geb. Baumbach, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1858-10 / Ziel: Amerika, Brasilien (Süd). - Ehepartner: Valentin Meinhardt. Quelle: Auswandererkartei Walter Möller; C 11 Bessungen H 1864 |
| Meinhardt, Valentin, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1858-10 / Ziel: Amerika, Brasilien (Süd). - Ehepartner: Anna Barbara geb. Baumbach. - Bemerkungen: mit Familie; der nicht mit ausgewanderte Sohn Johann Sebastian M., Hofjäger zu Mörfelden, heiratete am 21.2.1864 in Bessungen Anna Maria Merkel (C 11, Bessungen H 1864, S. 6). Quelle: Auswandererkartei Walter Möller |
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Jüdische Emigration zwischen 1933 und 1938 Die letzte größere Auswanderungsbewegung in der Geschichte von Crainfeld hatte ausschließlich einen politischen Hintergrund, nämlich die Abwanderung und Emigration aller teilweise seit Jahrhunderten dort ansässigen jüdischen Familien in den Jahren nach der nationalsozialistischen Machtübernahme. Sie setzte nach dem nationalsozialistischen Boykott gegen jüdische Geschäfte am 1.4.1933 ein. Von den jüdischen Familien Crainfelds wanderten zwischen 1933 und 1938 insgesamt vier sofort in die Vereinigten Staaten von Amerika aus, andere emigrierten auch nach Südafrika (Fam. Stein, "Feistjes" und "Koppels") oder Palästina (Fam. Sommer, "Lews"). Die Mehrzahl ging jedoch zunächst in andere Regionen Deutschlands, insbesondere Frankfurt am Main, wo sie in der Anonymität der Großstadt vermeintlich Sicherheit zu finden glauben. Weitere Angaben hierzu finden sich im Abschnitt über die Jüdische Gemeinde! |
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