Crainfelder Geschichte im Überblick

 

Das alte Crainfeld um 1950 von der "Hohl" aus gesehen.

 
Auf dieser Seite findet man einen chronologischen Abriss über die Geschichte von Crainfeld in den letzten 1200 Jahren in tabellarischer Form. Die Seite informiert über alle wichtigen und interessanten historischen Ereignisse Jahr für Jahr. Sie wird gegebenenfalls aktualisiert und erweitert werden.
 
Jahr Ereignis
um 400 bis 800 Der Ort Crainfeld entsteht am Schnittpunkt mehrerer Handelsstraßen im Gefolge zunehmender Rodungen und Siedlungsneugründungen im Vogelsberggebiet. Er gehört zum Machtbereich des Klosters Fulda in der Wetterau, der im Hochmittelalter von den Grafen von Nidda als dessen Vögten verwaltet wird.
um 800 bis 900 Ein Cancher de Creienfelt schenkt der Abtei Fulda seine Güter in der Mark des Ortes Rodheim an der Horloff in der Wetterau. Dies ist der älteste schriftliche Hinweis auf die Existenz von Crainfeld.
900 Ein Graf Stephan überlässt den Ort Salz (Soden) mit beschriebenem Bezirk gegen einen Ort namens Crichesfeld, welcher häufig mit Crainfeld identifiziert wird.
1011 Gründung der Pfarrei Crainfeld und Weihe der St. Ulrichs-Kirche zu Crainfeld durch die Abtei Fulda unter Mitwirkung des Mainzer Erzbischofs Erkanbald, der im selben Jahr noch Abt von Fulda ist. In der nur noch kopial erhaltenen Urkunde (vom Kopisten, dem Fuldaer Mönch Eberhard, mit dem Datum 1020 versehen) werden auch die Grenzen der Crainfelder Pfarrei beschrieben. Diese wird zudem mit dem Zehnten zu Schwickartshausen ausgestattet.
1012 In einer Urkunde vom 29.12.1012 schenkt König Heinrich II. der Abtei Fulda einen Forst mit angegebenen Grenzpunkten, unter denen auch "ufe Creginfelt" genannt wird. Dieses Schriftstück gilt als die erste eindeutige urkundliche Erwähnung von Crainfeld.
1067 Weihe der Kirche zu Breungeshain am 25.3.1067 durch den Mainzer Erzbischof Siegfried I.. Sie erhält Zehntrechte der benachbarten Kirchen in Altenschlirf, Crainfeld und Wingershausen sowie den Rodungsgebieten "Vocchenhagen" und "Giesenhachon".
1206 Graf Ludwig I. von Ziegenhain wird als Herr von Nidda genannt. Die Grafen von Ziegenhain übernehmen als Erben nach dem Aussterben der Grafen von Nidda im Mannesstamm deren Besitz, darunter auch das vermutlich damals schon existente Gericht Crainfeld.
1245 Eine Schenkungsurkunde nennt einen Rüdiger von Crainfeld als Bürger und Schöffen der Reichsstadt Gelnhausen. Er gehörte einem vermutliche aus Crainfeld stammenden niederadeligen Geschlecht an, von dem ein Abkömmling wohl nach 1170 in die von Kaiser Friedrich I. Barbarossa gegründete Reichsstadt Gelnhausen gegangen war. Die Familie existiert im Mannesstamm bis in das 15. Jahrhundert.
um 1300 bis 1400 In der großen Wüstungsperiode verschwinden etwa 50% aller Dörfer im Vogelsberg, vor allem Einzelhöfe, Weiler und kleinere Dörfer wie das zwischen Crainfeld und Nieder-Moos gelegene Kuhlhain und das zwischen Crainfeld und Bannerod gelegene Hirschrod aufgrund von Fehden, Seuchen, Ernterückschlägen und Abwanderung in die größeren Dörfer.
1311 Ehevertrag des Grafen Johann von Ziegenhain und der Lukarde am 3.2.1311, in dem die Braut Gülten (Abgaben) der Gerichte zu Rodheim, Widdersheim, Dauernheim, Bingenheim, Echzell, Berstadt, Burkhards und Crainfeld erhält. Dieser Ehekontrakt ist die erste urkundliche Erwähnung des Gerichts Crainfeld.
1332 In einer Urkunde vom 30.11.1332 verpfändet Abt Heinrich von Fulda Burg und Stadt Herbstein und die Gerichte Burkhards und Crainfeld an Johann von Fischborn.
1342 Dieter von Erthal belehnt die Brüder Fritz und Lorenz von Hutten am 25.1.1342  mit einem Bifang (Rodungsbezirk) bei Crainfeld.
1342 Eine Urkunde vom 2.4.1342 über den Verkauf einer Korngülte (Abgabe) zu Kilianstätten durch Winter von Rohrbach an Heinrich Cunenhan nennt erstmals einen dem St. Nikolaus geweihten Altar der Kirche zu Crainfeld.
um 1350 Neubau des Kirchenschiffs und der Sakristei der Kirche zu Crainfeld in gotischem Stil.
1357 Winter von Rohrbach verpfändet am 19.4.1357 der Pfarrei Crainfeld Land bei Kilianstätten als Unterpfand für eine Korngülte.
1358 Graf Gottfried von Ziegenhain überlässt am 29.9.1358 Abt Heinrich von Fulda die Hälfte von Herchenhain mit Ausnahme des Kirchsatzes, wo beide eine gemeinsame Burg und Stadt erbaut hätten, die im Falle einer Fehde unter ihnen den Gerichten Burkhards und Crainfeld zum Schutz und Schirm dienen solle.
1361 Henz und Adelheid Lange verkaufen in einer Urkunde vom 7.4.1361 einen Weingarten an Berthold Werner von Gelnhausen, Pfarrer zu Crainfeld. Erste namentliche Erwähnung eines Pfarrers von Crainfeld.
1361 Der Crainfelder Pfarrer Berthold Werner von Gelnhausen wird als Zeuge in einer Urkunde über den Verkauf einer Korngülte zu Hüttengesäss als Seelgerät durch Konrad Menger genannt.
1368 In einer Urkunde vom 16.5.1368 erscheint Pastor Berthold Werner von Gelnhausen zu Crainfeld als Zeuge bei einer Übereinkunft über die Nutzung eines Gutes zu Haitz zwischen dem Kloster Himmelau und Adelheid von Mosbach.
1369 Das Kloster Meerholz verkauft in einer Urkunde vom 22.11.1369 Wiesen bei Rothenbergen an den Crainfelder Pfarrer Berthold Werner von Gelnhausen.
1370 Berthold Werner von Gelnhausen, Pfarrer zu Crainfeld, wird in einer Urkunde vom 31.7.1370 als Zeuge für die Belehnung des Gerhard von Neuses mit einem Gut daselbst durch Adelheid von Moosbach genannt.
1387 Abt Friedrich von Fulda verpfändet am 14.9. seine Burg und Stadt Herbstein und seinen halben Anteil an den Gerichten Burkhards und Crainfeld an Albrecht und Henne von Fischborn.
1396 Heinrich Kleydang, Pfarrer zu Crainfeld, der Altarist und die Baumeister der Kirche zu Crainfeld sowie die dortigen Schöffen, Gemeinde und Pfarrleute verkaufen in einer Urkunde vom 3.7.1396 die dem dortigen St. Nikolaus-Altar zugehörige Korngülte in Kilianstätten an das Kloster Arnsburg. Mit dem Zentgrafen Heincze, dem Schultheiß Fricke Weydelich zu Crainfeld, dem Schöffen Heyncze Rode zu Ilbeshausen sowie Hans Brockemann und Wiczil Geszer werden erstmals Einwohner des Gerichts Crainfeld urkundlich genannt.
1396 Eberhard von Rohrbach genehmigt als Grundherr am 1.10.1396 den Verkauf von Anteilen der Kirche zu Crainfeld an Gütern zu Kilianstätten an das Kloster Arnsburg.
1399 Abt Friedrich von Fulda verkauft Burg und Stadt Herbstein und die Hälfte der Gerichte Crainfeld und Burkhards an Hermann II. Riedesel.
1407 Abt Johann von Fulda verpfändet am 1.5.1407 die Hälfte von Burg und Stadt Herbstein und ein Viertel der Gerichte Burkhards und Crainfeld sowie des Zolls zu Berstadt an Heinrich von Merlau.
1434 Abt Johann von Fulda belehnt Landgraf Ludwig von Hessen mit den von Graf Johann von Ziegenhain von seinem Stift zu tragenden Lehen. Es sind dies Burg, Stadt und Grafschaft Nidda, die fuldische Mark in der Wetterau, Stornfels, Crainfeld und Burkhards, ferner die Stadt Alsfeld mit Burg Altenburg. Damit wird Crainfeld mit den Orten seines Gerichts hessisch.
1441 Abt Hermann von Fulda verpfändet am 24.7.1441 Burg und Stadt Herbstein, die Hälfte der Gerichte Crainfeld und Burkhards und zwei Drittel des Zolls zu Berstadt an Hermann II. Riedesel. Vorübergehend gerät Crainfeld damit unter riedeselischen Einfluss.
1441 Abt Hermann von Fulda weist die Schultheißen und Männer der Gerichte Crainfeld und Burkhards am 7.8.1441 zur Huldigung Hermanns II. Riedesel zu Eisenbach an.
1446 Abt Hermann von Fulda belehnt Landgraf Ludwig von Hessen erneut mit den vormals Ziegenhainischen Lehen, darunter dem Gericht Crainfeld.
1447 Hermann II. Riedesel belehnt die Crainfelder Henkel Henne und Pepel Mertze am 13.10.1447 mit Äckern in der Lanzenhain und der Steinbach bei Crainfeld, um verwachsene Äcker neu zu roden und aufzuräumen wie zuvor den Weg von Crainfeld nach Nieder-Moos.
1449 In einer Urkunde vom 24.11.1449 über werden alle "molhuschen" Leute (Leibeigene) und der zugehörigen Dienste in den Gerichten Crainfeld und Altenschlirf von Johann und Jörg von Schlüchtern an Hermann II. Riedesel verkauft.
1450 Abt Heinrich von Fulda belehnt Landgraf Ludwig von Hessen mit den Lehen der in diesem Jahr ausgestorbenen Grafen von Ziegenhain, der Burg, Stadt und Grafschaft Nidda, der fuldische Mark in der Wetterau, Stornfels, Crainfeld und Burkhards, ferner der Stadt Alsfeld mit Burg Altenburg.
1451 Ablösung der fuldischen Pfandschaft Ritter Hermanns II. Riedesel auf Herbstein, Crainfeld, Burkhards und Berstadt.
1452 Hermann II. Riedesel vermacht der Pfarrei Crainfeld als Seelgerät seine Äcker in der Lanzenhain bei Crainfeld.
1470 Hermann III. und Georg Riedesel belehnen am 11.3.1470 die Brüder Henkel Henne und Heintz Mertzen zu Crainfeld mit Äckern in Lanzenhain, vor der Steinbach, auf der Tauschbach. Beide sollen eine Gülte für das Roden und Aufräumen verwachsener Äcker entrichten.
1482 Heintz Ganß der Ältere zu Crainfeld erscheint als Zeuge in einem Weistum über die Wiedererrichtung des riedeselischen Gerichts Moos vom 3.7.1482.
1489 Das Gericht Crainfeld wird in den Matrikeln über die von den Städten und Gerichten Oberhessens zu dem von Kaiser Maximilian in Flandern geführten Krieg zu stellenden Truppen genannt.
1491 Abt Johann von Fulda verpfändet am 22.2.1491 ein Drittel des fuldischen Anteils an Burg und Stadt Herbstein sowie der Gerichte Crainfeld und Burkhards an die Brüder Walther, Philipp, Daniel und Ludwig von Fischborn.
1493 Landgraf Wilhelm II. von Hessen und die Männer des Gerichts Crainfeld schließen ein Abkommen über die Dienste des Gerichts. Die Männer des Gerichts sollen nach altem Herkommen jährlich zehn Gulden den Amtleuten zu Nidda zahlen und die Männer der Dörfer Crainfeld und Bermuthshain jährlich 100 Viertel Hafer aus dem Amt Nidda auf das Marburger Schloss führen.
1498 Abt Johann von Fulda überlässt am 19.2.1498 Landgraf Wilhelm II. von Hessen ein Drittel von Herbstein und der Gerichte Crainfeld und Burkhards für 700 Gulden.
1524  Einsetzung des Priesters Walter Dessenröder als Pfarrer in Nieder-Moos durch Hermann Riedesel zu Eisenbach am 10.9.1524. Der zum Riedeselland gehörende Moosergrund mit 12 Filialdörfern wird damit als eigenes Kirchspiel nach 500 Jahren von der Crainfelder Mutterkirche eigenmächtig abgetrennt. Proteste des Crainfelder Pfarrers Ludwig Wagenhausen bleiben erfolglos. Die Pfarrei Crainfeld verliert damit den größten Teil ihres Gebiets und besteht nur noch aus den 4 Dörfern Crainfeld, Grebenhain, Bermuthshain und Ilbeshausen.
1527 Infolge einer Visitation durch die Superintendentur Alsfeld wird der bisherige katholische Pfarrer Ludwig Wagenhausen abgesetzt und am 14.11.1527 durch Andreas Nerzig als ersten evangelischen Pfarrer in Crainfeld abgelöst. Damit ist die Reformation im Kirchspiel Crainfeld durchgeführt.
1542 Zwischen der Landgrafschaft Hessen und den Herren Riedesel zu Eisenbach wird am 28.4.1542 ein Vertrag über die Festlegung der Grenzen zwischen dem hessischen Gericht Crainfeld und dem riedeselischen Gericht Moos geschlossen, um die ständigen gegenseitigen Grenzstreitigkeiten zu beenden.
1549 und 1553 In zwei Verzeichnissen von Personen, die ein "Furstgelt" (Abgabe für Bau- und Brennholz) entrichtet haben, werden alle zahlungspflichtigen Personen, insgesamt 25, aus Crainfeld genannt, das damals 51 Hausvorstände zählt. Erste Nennung einer größeren Zahl von Crainfelder Familiennamen, darunter Eucheler (Oechler), Moller (Müller) und Schmalbach.
1556 Aufgrund einer von Landgraf Philipp von Hessen angeordneten Neuaufnahme und Feststellung des landgräflichen Besitzstandes im Amt Nidda erfolgt auch für das Gericht Crainfeld mit der Anlage eines Salbuches die Auflistung aller Einwohner bzw. Hofinhaber und ihrer Abgaben. Erstmalige namentliche Nennung aller damaligen Crainfelder Familiennamen und der zu diesem Zeitpunkt bereits wüst liegenden Orte Kulhain und Hirschrod.
1577 Erhebung der Türkensteuer im Gericht Crainfeld.
1586 Im Februar lässt der Niddaer Rentmeister Caspar Ziegenmenger ein vollständiges Verzeichnis aller Einwohner des Amtes Nidda, darunter des Gerichts Crainfeld, anfertigen. In Crainfeld leben auf 50 Hofstellen insgesamt 164 Menschen, darunter 71 Kinder.
um 1580 bis 1590 In Crainfeld wird erstmals eine Schule eingerichtet, die der örtlichen Pfarrei untersteht..
1599 Erste Erwähnung eines Lehrers in Crainfeld, des von 1599 bis 1604 hier wirkenden Augustin Riccius aus Ranstadt.
1608 Streit zwischen den Gemeinden Crainfeld und Bermuthshain um die Koppelhut in der Rothenbach.
1620 Abermalige Auseinandersetzungen zwischen Crainfeld und Bermuthshain um die Rothenbach.
1622 Während des Dreißigjährigen Krieges ziehen die Truppen des Herzogs Christian von Braunschweig auf ihrem Weg zur Pfalz am 1.6.1622 durch das Gericht Crainfeld, das vollständig ausgeplündert wird. Das Dorf Crainfeld wird durch ein Reiterregiment unter dem Grafen Wolfgang Ernst von Büdingen gebrandschatzt und fast vollständig niedergebrannt, wobei 25 Einwohner ermordet werden. 114 Häuser einschließlich der Kirche werden ein Raub der Flammen, nur 8 bleiben erhalten. Zerstört werden auch das Pfarrhaus mit allen Kirchendokumenten, das Amtshaus, das Forsthaus und das Schulhaus. Die Gesamtschadenssumme von Crainfeld beträgt 20.532 Reichstaler.
1625 Das Kriegsschadensverzeichnis des Oberfürstentums Hessen, das nach dem braunschweigischen Einfall von 1622 angefertigt wird, erwähnt erstmals drei Juden als Einwohner in Crainfeld.
1625 Die Wiederherstellung der Crainfelder Kirche, die bis 1629 abgeschlossen ist, beginnt. In den Jahren nach 1622 erfolgt auch der Wiederaufbau des gesamten Ortes.
1627 Die Crainfelder Kirche erhält eine neue Glocke, welche durch den Kasseler Glockengießer Gottfried Köhler gegossen wird.
1628 Nach einem Abschied der landgräflichen Generalkirchenvisitation werden in den Crainfelder Filialorten Grebenhain und Bermuthshain künftig eigene Schulen errichtet.
1635 Die Orte des Gerichts Crainfeld werden durch wiederholte Durchzüge, Einquartierungen und Plünderungen verschiedener Armeen und Truppen stark heimgesucht und verarmen völlig. Auf Veranlassung des Landgrafen Aufstellung von Schutzwachen (Salvaguardien) gegen die wiederholten Plünderungen.
1638 Nach einem Bericht des damaligen Pfarrers Johann Philipp Dippel sind 32 der 50 Crainfelder Güter zu diesem Zeitpunkt verlassen.
1646 Nach einem Überfall auf einen schwedischen Offizier greifen in Bermuthshain einquartierte schwedische Reiter das Dorf Grebenhain an, dass während der Kriegsjahre durch Schanzen befestigt wurde. Grebenhain wird erstürmt und fast vollständig niedergebrannt. Auch die Crainfelder Kirche wird in diesem Jahr erneut geplündert und teilweise zerstört.
1648 Am Ende des Dreißigjährigen Krieges ist Crainfeld vollständig verarmt. Die wirtschaftliche Erholung dauert mehrere Jahrzehnte.
1652 Landgraf Georg von Hessen erteilt auf Gesuch sämtlicher Orte des Gerichts Crainfeld dem Gerichtsort Crainfeld das Recht zur Abhaltung eines freien Marktes an Johannis Enthauptung (29.8.) als Krämer- und Viehmarkt.
1659 Pfarrer Johann Georg Köhler beginnt mit der Neuanlage des Kirchenbuches. Ab diesem Datum sind alle Einwohner und Familien von Crainfeld und seinen Filialorten Grebenhain und Bermuthshain lückenlos bekannt und ihre Abstammung nachzuvollziehen.
1661 Einem Verzeichnis der Mühlen und Mühlgefälle im Amt Nidda zufolge bestehen in Crainfeld drei Mühlen, nämlich die Mühle des Bast Heinzenröder im Hirschrod, die Mahlmühle des Johann Nicklaß Ellenberger im Dorf und eine Mühle des Kaspar Hornmichel aus Bannerod auf riedeselischem Boden. Erste schriftliche Erwähnung der Crainfelder Mühlen.
1666 Erneuerung des Crainfelder Kirchenschiffs. Die gotische Gewölbedecke wird durch eine auf Holzsäulen ruhende Flachdecke ersetzt. Die Kirche erhält zudem erstmals eine Orgel, deren Organistendienst mit der Schulstelle verbunden wird.
1669 Rund zwei Jahrzehnte nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges leben in Crainfeld 208 Menschen. Die Einwohnerzahl nimmt in der Folge, vor allem während des 18. Jahrhunderts, aufgrund sehr hoher Geburtenraten massiv zu.
1683 Der Niddaer Amtmann Gambs erklärt den Neubau eines Kirchtums zu Crainfeld für notwendig.
1685 Das Wohn- und Amtshaus der Oberschultheißen, der sogenannte "Edelhof", wird als herausragendes Fachwerkhaus in barockem Stil neu erbaut. Als Zimmermeister wird der mutmaßlich aus Ilbeshausen stammende Hans Muth angesehen.
1702 Nach einem Teileinsturz des baufällig gewordenen Kirchturms im Sommer des Jahres werden die Schäden mit einem Kostenaufwand von 500 Gulden beseitigt.
1714 Beim Ausschachten eines Grabes an der Kirchenmauer werden 17 Goldgulden gefunden, die nach Darmstadt abgegeben werden müssen.
1720 Die bisher im Besitz der Oberschultheißenfamilie Ellenberger befindliche Mühle im Dorf wird an Johann Peter Oechler aus Crainfeld verkauft.
1722 Anlage des Steuerbuches der Gemeinde Crainfeld, das bis 1820 durchgehend geführt wird. Ab diesem Datum lässt sich die Besitzgeschichte der Crainfelder Hofreiten lückenlos nachvollziehen.
1728 Ilbeshausen wird nach mehrjährigen Vorbereitungen als eigene Pfarrei vom Kirchspiel Crainfeld abgetrennt.
1735 Neubau des Crainfelder Schulhauses.
1738 Bei Auseinandersetzungen zwischen den Bewohnern der hessischen Orte Crainfeld und Grebenhain und des riedeselischen Dorfes Vaitshain wird im Sommer das Vaitshainer Mühlwehr am Schnittpunkt der drei Gemarkungsgrenzen zerstört.
1746 Aufzeichnung des Ablaufs einer Crainfelder Gerichtssitzung durch Johann Konrad Hallwachs in seiner Schrift "De Centana illimitata" nach Auskünften von Oberschultheiß Rübsamen.
1757 Im Siebenjährigen Krieg beziehen französische Truppen ihre Winterquartiere im Gericht Crainfeld und verlangen Fuhrdienste und Verpflegung (Fourage).
1759 Britische Truppen vertreiben nach der Erstürmung des Schlosses Ulrichstein unter Herzog Ferdinand von Braunschweig im April die Franzosen. Bei der gewaltsamen Besetzung von Crainfeld durch die sich bald wieder zurückziehenden Braunschweiger wird ein französischer Soldat getötet.
1760 Französische Truppen verlangen während der Besetzung des Gerichts Crainfeld immer höhere Fourageleistungen. Die Gemeinde Crainfeld gerät während der "Franzosenzeit" in hohe Schulden, die Bevölkerung verarmt infolge der andauernden Plünderungen.
1762 Im Sommer findet gegen Ende des Krieges bei Crainfeld und Grebenhain ein größeres Gefecht statt, bei dem die Franzosen vernichtend geschlagen werden.
1764 Abbruch eines früher dem Oberschultheißen Petri gehörenden Hauses unterhalb dem Gerichtsplatz an der Cent, wo später die Hofreite "Hofmanns" errichtet wurde.
1767 Ein Gewitter mit walnussgroßen Hagelkörnern vernichtet am 27.6.1767 in Crainfeld, Grebenhain und Bermuthshain sämtliche Feldfrüchte und Obstbäume und zertrümmert die Fensterscheiben an den Südseiten der Häuser. Zum Gedenken an das in großen Teilen des Vogelsberges und der Wetterau wütende Unwetter erklärt Pfarrer Johann Vincenz Vigelius den 27.7. zum jährlichen Buß- und Bettag ("Kieseltag").
1768 Zweiter großer Hagelschlag am 1.9.1768, während die Getreideernte noch nicht eingebracht ist. Das im Freien befindliche Vieh und die Hirten tragen schwere Beulen davon. Fortan wird auch der 1.9. als "Kieseltag" bis zum Ersten Weltkrieg durch einen Gottesdienst im Gedächtnis gehalten.
1775 Guss der zweiten Glocke der Crainfelder Kirche durch Johann Philipp Henschel und Friedrich Wilhelm Otto zu Gießen.
1796 Nach der Teilung des hessischen Amts Nidda gehört das Gericht Crainfeld fortan zum Amt Lißberg.
1799 Guss der dritten Glocke der Crainfelder Kirche durch Friedrich Wilhelm Otto zu Gießen.
1804 In Crainfeld leben nach der großen Bevölkerungszunahme im 18. Jahrhundert jetzt 429 Menschen.
1820 Anlage eines neuen Katasters der Gemeinde Crainfeld.
1821 Nach dem Inkrafttreten der neuen hessischen Gemeindeordnung wird die aus dem Mittelalter überkommene Gerichtsorganisation abgeschafft und das Gericht Crainfeld aufgelöst. An die Stelle des Schultheißen tritt ein auf 6 Jahre gewählter Bürgermeister. Erster Crainfelder Bürgermeister nach dem neuen Gesetz wird Sebastian Götz (Haus "Hofmanns"). Crainfeld wird Teil des Landratsbezirks Schotten.
1825 Der am 14.6.1825 gestorbene Kirchenrechner Konrad Ruhl wird als letzter auf dem alten Crainfelder Friedhof um die Kirche beerdigt. Ein neuer evangelischer Friedhof entsteht am nördlichen Ortsende, während zur selben Zeit bereits der jüdische Friedhof außerhalb des Dorfes existiert.
1826 Verkauf des zuvor im Besitz des Landkommissars Johann Sebastian Brückner befindlichen Edelhofes an den Crainfelder Schmied und Beigeordneten Heinrich Schmalbach I. und Nutzung als landwirtschaftliches Anwesen, das bis ins 21. Jahrhundert in Familienbesitz bleibt, umgewandelt.
1831 Wahl von Heinrich Schmalbach II. ("Gänslangersch") zum Bürgermeister von Crainfeld, wodurch der Edelhof erstmals wieder zum (vorübergehenden) "Verwaltungssitz" des Dorfes wird.
1832 Crainfeld wird in den Kreis Nidda eingegliedert.
1832 Durch den hessischen Amtsgeometer Knewitz erfolgt eine Aufnahme der Gemarkung und des Ortes in einem Parzellhandriss.
1833 Abbruch des Brauhauses und der dazugehörigen Gastwirtschaft.
1831 bis 1857 Bau der Staatsstraße von Lauterbach nach Gedern vorbei am bisherigen Verkehrsmittelpunkt Crainfeld über Grebenhain.
1834 Einer Volkszählung am 3.12.1834 zufolge leben in Crainfeld 539 Menschen.
1840 Am 3.12.1840 hat Crainfeld 559 Einwohner.
1842 Die durch den Zuzug zahlreicher jüdischer Familien stark angewachsene jüdische Gemeinde richtet erstmals eine Synagoge in einem angekauften und umgebauten Privathaus in der späteren Kreuzstraße neben der damaligen Schule, hinter dem Edelhof, ein.
1846 Nach der Volkszählung am 3.12.1856 hat Crainfeld 588 Einwohner.
1848 Möglicherweise aufgrund der Revolution in diesem Jahr wird Bürgermeister Heinrich Schmalbach II. von Balthasar Rauber II. ("Koathereins") abgelöst.
1848 Bei der Verwaltungsreform wird Crainfeld Teil des neugeschaffenen Regierungsbezirkes Nidda.
1851 Heinrich Schmalbach II. wird erneut Bürgermeister von Crainfeld.
1856 Im Sommer stellt das Großherzogliche Bauamt Alsfeld die völlige Baufälligkeit des Crainfelder Kirchturms fest und verlangt einen Neubau.
1852 Crainfeld gehört zum neugeschaffenen Landkreis Lauterbach.
1852 Am 3.12.1852 leben in Crainfeld 555 Menschen.
1852 Der aus Radmühl stammende Schreinermeister Heinrich Flach I. gründet nach der Heirat mit Anna Maria Habicht aus Crainfeld seinen eigenen Schreinereibetrieb. 1862 kauft er die Hofreite "Hoabichs" neben Kirche und Edelhof, wo der Familienbetrieb fortan seinen Sitz hat.
1857 Pfarrer Wilhelm Lehn beginnt mit der Führung der Crainfelder Kirchenchronik.
1858 Die Volkszählung vom 3.12.1858 ermittelt 557 Einwohner.
1859 Am 19.6.1859 wird der Grundstein für den neuen Crainfelder Kirchturm feierlich gelegt. Voraus geht ein großer Festzug mit den Urkunden zur Grundsteinlegung von Bermuthshain über Grebenhain nach Crainfeld zum Bauplatz.
1860 Feierliche Einweihung des neuen, 42 m hohen, Kirchturms am 16.10.1860, der als "Vogelsberger Bleistift" bald zum weithin sichtbaren Wahrzeichen wird.
1861 Abbruch der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Sakristei trotz Protesten des Pfarrvikars Emil Kraus. Während der Abbrucharbeiten erfolgt ein Fund von Münzen aus den Jahren 1535 bis 1648 unter dem Boden der Sakristei, die vermutlich gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges versteckt wurden.
1861 Crainfeld hat 558 Einwohner.
1862 Neuanlage eines Brandkatasters.
1864 In Crainfeld werden am 3.12.1864 519 Einwohner gezählt. Der Bevölkerungsrückgang ist vor allem durch die Auswanderungsbewegung nach Nordamerika verursacht.
1865 Johannes Müller III. ("Brückehannese") wird zum Bürgermeister von Crainfeld gewählt.
1865 Abbruch der südöstlich von Crainfeld gelegenen Märzmühle.
1866 Im Krieg zwischen Preußen und Österreich erfolgt der Rückzug des 8. Bundes-Armee-Korps durch den Vogelsberg. Am 6.7.1866 bezieht der Generalstab des 8. Korps in Crainfeld Quartier, dessen Oberbefehlshaber Prinz Alexander von Hessen logiert im damaligen Gasthaus Schmalbach (Edelhof).
1866 Heinrich Rauber aus Crainfeld, Korporal in der Leibschwadron des 5. Reiterregiments in Darmstadt, stirbt am 23.7.1866 an den Folgen einer Verwundung in einem Vorpostengefecht nahe Miltenberg.
1867 Bei den Wahlen zum norddeutschen Bundestag am 12.2.1867 erhält der Parteilose Wecker 73 Stimmen, die Nationalliberalen (Graf zu Solms-Laubach) 25 Stimmen.
1870 Während des Deutsch-Französischen Krieges geraten am 14.11.1870 acht aus Crainfeld stammende Soldaten in französische Gefangenschaft, kehren aber unverletzt wieder heim.
1871 Im Jahr der Gründung des Deutschen Reiches hat Crainfeld am 1.12.1871 insgesamt 519 Einwohner.
1875 Veteranen aus dem Deutsch-Französischen Krieg gründen den Kriegerverein Grebenhain-Crainfeld.
1875 Die Einwohnerzahl von Crainfeld beträgt am 1.12.1875 525.
1876 Heinrich Schmalbach IV. aus dem Haus "Gänslangersch" (Edelhof) wird zum Bürgermeister der Gemeinde Crainfeld gewählt. Noch im gleichen Jahr wird er Mitglied der zweiten Kammer des hessischen Landtags.
1879 Errichtung einer Mikweh (jüdisches rituelles Tauchbad) an der Märzwiese.
1880 Durch die Volkszählung am 1.12.1880 wird in Crainfeld eine Einwohnerzahl von 508 festgestellt.
1881 Zur Behebung der wirtschaftlichen Not wird am 8.4.1881 wird der ländliche Darlehenskassenverein Crainfeld-Bermuthshain mit Bürgermeister Heinrich Schmalbach IV. ("Gänslangersch") zu Crainfeld als Vorsitzendem und Bürgermeister Sebastian Schmidt ("Pittjes") zu Bermuthshain als Stellvertreter gegründet.
1884 Der Männergesangverein "Liederkranz" Crainfeld wird gegründet.
1884 Bei den Reichstagswahlen am 28.10.1884 erhält der Nationalliberale Kalle in Crainfeld 58 Stimmen, der Freisinnige Lüders 14 Stimmen. Die Wahlbeteiligung beträgt 65,5%.
1885 Neubau der jüdischen Synagoge in der Kreuzstraße zwischen dem Edelhof und der Hofreite "Jeckels" an der Stelle der alten Synagoge.
1885 Nach der Volkszählung am 1.12.1885 hat Crainfeld 499 Einwohner, von denen 118 jüdischen Glaubens sind. Es ist der höchste Anteil jüdischer Einwohner an der Gesamtbevölkerung in der Ortsgeschichte.
1887 Ergebnis der Reichstagswahlen am 21.2.1887 in Crainfeld, Bermuthshain, Grebenhain und Gunzenau: Kalle (NL) 104.
1889 Errichtung der Pflichtfeuerwehr Crainfeld.
1890 Die antisemitische Bewegung in Oberhessen gewinnt auch in Crainfeld immer mehr an Einfluss. Bei den Reichstagswahlen am 26.2.1890 erhält der Antisemit Zimmermann in Crainfeld, Bermuthshain, Grebenhain und Gunzenau 159 Stimmen gegenüber 50 für den Nationalliberalen Kalle und 82 für den Freisinnigen von Kolchstein. In der Stichwahl erhält Zimmermann in Bermuthshain 52, von Kolchstein 3 Stimmen.
1890 Der Bau einer Nebenbahnlinie von Gedern nach Lauterbach wird in das am 15.11.1890 verabschiedete hessische Nebenbahngesetz aufgenommen. Damit rückt ein Bahnanschluss für Crainfeld in greifbare Nähe.
1890 Umwandlung des Darlehenskassenvereins in die Aktiengesellschaft "Vorschusskasse Crainfeld-Bermuthshain" mit 40 Mitgliedern als Aktionären am 21.11.1890  .
1890 Gemäß der Volkszählung vom 1.12.1890 leben in Crainfeld 480 Menschen.
1892 Abbruch der alten Pfarrscheune und Neubau eines evangelischen Gemeindehauses.
1893 Nach einer großen Dürreperiode während des Sommers beschließt der Gemeinderat auf Anregung von Bürgermeister Heinrich Schmalbach IV. den Bau einer Wasserleitung.
1895 Feierliche Einweihung der Crainfelder Wasserleitung, der ersten im hohen Vogelsberg, am 13.10.1895.
1895 Am 2.12.1896 werden in Crainfeld 496 Einwohner gezählt.
1896 Der Landwirt Sebastian Fritz II. ("Schefferjes") schafft die erste durch ein Dampflokomobil angetriebene Dreschmaschine in Crainfeld an und führt das Dreschen für die anderen Landwirte im Lohn durch.
1897 Für das Kirchspiel Crainfeld wird eine Arztstelle eingerichtet. Der erste Arzt, Dr. Bruchhäuser aus Gießen, nimmt seinen Wohnsitz in Grebenhain.
1898 Ergebnis der Reichstagswahlen am 16.6.1898 in Crainfeld: Bindewald (Antisemiten) 79, Schade (Bund der Landwirte) 22.
1898 Bau eines Leiterhauses (1952 abgebrochen) neben dem Gemeindehaus.
1899 Gründung des Gewerbevereins für Crainfeld und Umgegend am 15.1. mit 29 Mitgliedern, dessen Vorsitz im Jahr 1901 der Crainfelder Wagnermeister Friedrich Schmelz ("Wänersch") übernimmt.
1899 Am 20.6.1899 beginnen die Bauarbeiten am Teilstück Lauterbach bis Grebenhain-Crainfeld der neuen Vogelsbergbahn.
1899 Feierliche Einweihung einer neuen Thorarolle durch die jüdische Gemeinde am 25.10.1899.
1900 Die Handwerkerschule Crainfeld beginnt am 1.1.1900 ihren Unterricht mit 20 Schülern.
1900 Mit dem neuen Brandkataster werden erstmals drei Straßennamen in Crainfeld amtlich eingeführt: Hauptstraße, Nebenstraße, Kreuzstraße.
1900 Während der Kirmes wird in der Nacht vom 21. auf den 22.3.1900 die Hofreite von Konrad Prächter ("Hambaste") durch einen unzufriedenen Knecht in Brand gesteckt und völlig zerstört. Der Brandstifter wird noch am gleichen Tag gefasst und zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.
1901 Am 1.11.1905 erfolgt die Eröffnung der Nebenbahnstrecke Lauterbach-Grebenhain. Crainfeld erhält Bahnanschluss über die neuerrichtete Station Grebenhain-Crainfeld. Der Weiterbau der Strecke nach Gedern erfolgt hauptsächlich auf Initiative der Landtagsabgeordneten Heinrich Schmalbach IV. (Crainfeld) und Sebastian Weidner (Herchenhain) über Hartmannshain.
1902 Bau der Viehwaage am "Seihplatz" in der Nebenstraße.
1903 Ergebnis der Reichstagswahlen am 25.1.1903 in Crainfeld: Wallau (Nationalliberale) 53, Bindewald (Deutschsoziale Reformpartei) 37, Molthan (Zentrum) 2. Bei der Stichwahl behält der Nationalliberale Wallau gegenüber dem Antisemiten Bindewald mit 69 gegenüber 44 Stimmen die Oberhand.
1903 Gründung des evangelischen Kirchengesangvereins Crainfeld (Kirchenchor) durch den damaligen Pfarrer Jakob Walter.
1904 Der Edelhof wird durch Beschluss des hessischen Denkmalrates vom 25.3.1904 in die Denkmalliste des Großherzogtums Hessen aufgenommen.
1905 Neubau des Gasthauses "Zum Hessischen Hof" von Katharina Meinhardt Witwe geb. Müller Im Ortszentrum an der Kreuzung von Hauptstraße und Kreuzstraße.
1905 Die Volkszählung am 1.12.1905 ergibt für Crainfeld eine Einwohnerzahl von 505.
1906 Feierliche Eröffnung des Teilstücks Grebenhain-Gedern der Vogelsbergbahn am 31.3.1906. Crainfeld erhält einen eigenen Haltepunkt für den Personenverkehr am südlichen Ortsende.
1906 Der Bau eines neuen Schulhauses am Ortsausgang nach Grebenhain wird im Sommer begonnen, da das bisherige Schulhaus in der Kreuzstraße unterhalb von Edelhof und Synagoge aufgrund der gestiegenen Schülerzahlen zu klein ist. Nach mehrfachen Planänderungen erfolgt der Bau in einem schlichten ortsüblichen Stil in Fachwerkbauweise mit Verschindelung und Basaltfundament.
1907 Ergebnis der Reichstagswahlen am 25.1.1907 in Crainfeld: Bindewald (Deutschsoziale Reformpartei) 63, Wallau 46 (Nationalliberale), Reh (Freisinnige Volkspartei) 1. Stichwahl: Bindewald (Deutschsoziale Reformpartei) 74, Wallau (Nationalliberale) 50.
1907 Die bisherige einklassige Volksschule wird aufgrund der großen Schülerzahl ab dem 1.7.1907 zweitklassig.
1907 Einweihung des neuen Schulhauses 26.10.1907 durch Pfarrer Walter und Bürgermeister Schmalbach.
1909 Crainfeld erhält auf Initiative von Bürgermeister Schmalbach eine Straßenbeleuchtung.
1909 Tod des Crainfelder Bürgermeisters und Landtagsabgeordneten Heinrich Schmalbach IV., einer der historisch bedeutsamsten Persönlichkeiten in der Geschichte des Dorfes, am 16.10.1909. Sein Nachfolger wird Heinrich Ganß II. ("Zöllersch").
1910 In Crainfeld leben am 1.12.1910 insgesamt 482 Menschen.
1911 Durch Blitzschlag gerät am 11.5.1911 die Hofreite des Johannes Baumbach IX. ("Annekinne") in Brand und wird vollständig zerstört. Der Wiederaufbau im Heimatstil erfolgt noch im gleichen Jahr und an alter Stelle. Auch Scheune und Dachstuhl des benachbarten Hauses "Götzjes" sind abgebrannt.
1912 Ergebnis der Reichstagswahlen am 12.1.1912 in Crainfeld: Heck (Nationalliberale) 59, Bindewald (Wirtschaftliche Vereinigung) 21, Möhrs (Fortschrittliche Volkspartei) 20, Vetiers (SPD) 2. Die Stichwahl hat das Ergebnis: Heck (Nationalliberale) 86, Bindewald (Wirtschaftliche Vereinigung) 33. Es sind die letzten Wahlen in der Zeit des Kaiserreiches.
1914 Der Mord an dem jüdischen Lebens- und Futtermittelhändler Abraham Stein ("Koppels") und seiner ältesten Tochter am 28.4.1914 sorgt in Crainfeld und in der weiteren Umgebung wochenlang für Aufregung. Das von dem Täter in Brand gesteckte Wohnhaus und ein Nachbarhaus brennen völlig nieder. Der Mord wird niemals aufgeklärt.
1914 Ausbruch des Ersten Weltkrieges am 1.8.1914. Am 2.8.1914 erfolgt die feierliche Verabschiedung aller zum Kriegsdienst Eingezogenen aus den Pfarreiorten Crainfeld, Grebenhain und Bermuthshain in der Crainfelder Kirche.
1915 Heinrich Fritz III., der Besitzer der ehemaligen Ellenbergerschen Mühle ("Krommese"), gibt den Betrieb der letzten Crainfelder Mühle auf.
1918 Am Ende des Ersten Weltkrieges sind 16 Crainfelder Männer gefallen.
1919 Ergebnis der Wahlen zur deutschen Nationalversammlung am 19.1.1919 in Crainfeld: Deutsche Demokratische Partei (DDP) 171, SPD 68, Deutsche Volkspartei (DVP) 13, Hessische Volkspartei (HVP) 12. Die Wahlbeteiligung beträgt 86,3%.
1919 Gründung der Genossenschaftsschule Crainfeld (Realschule), deren Leitung dem Pfarrer des Kirchspiels Crainfeld obliegt. Sie ist die erste höhere Schule im hohen Vogelsberg und orientiert sich an der Reformpädagogik.
1919 In Crainfeld wird erstmals ein Fußball-Sportverein gegründet, der FC Crainfeld, welcher jedoch nicht lange besteht.
1920 Ergebnis der Reichstagswahlen am 6.6.1920 in Crainfeld: HVP 140, DDP 39, SPD 36, DVP 25, Unabhängige Sozialdemokratische Partei (USPD) 2. Die Wahlbeteiligung beträgt 79,1%.
1920 Im Juni 1920 wird das von der Fa. Boll, Freiburg i. Br., ausgeführte Kriegerdenkmal fertig gestellt.
1920 Das neunhundertjährige Jubiläum der Gründung des Kirchspiels Crainfeld wird am 1.8.1920 mit einem Festgottesdienst in der Kirche und einem Vortrag des Oberpfarrers und Heimatforschers Hermann Knodt, Bad Nauheim, gefeiert. Zugleich Wiederangliederung von Vaitshain, das fast 400 Jahre zur Pfarrei Nieder-Moos gehört hat, an das Kirchspiel Crainfeld.
1921 Feierliche Einweihung des Kriegerdenkmals am alten Gerichtsplatz an der Cent am 5.5.1921, das vom jüdischen Lehrer Stein der Gemeinde übergeben wird.
1921 Anschluss von Crainfeld an das Stromnetz des oberhessischen Überlandwerks.
1923 Infolge der Inflation wird die Vorschusskasse Crainfeld-Bermuthshain zahlungsunfähig.
1924 Vorübergehende Schließung der Haltestelle Crainfeld durch die Deutsche Reichsbahn aus finanziellen Gründen.
1924 Ergebnis der Reichstagswahlen am 4.5.1924 in Crainfeld: Hessischer Bauernbund (HBB) 171, DDP 42, Völkisch-Sozialer Block 7, DNVP 6, DVP 6, SPD 3, Hessischer Wählerbund 3, Zentrum 1, Bund der Geusen 1. Die Wahlbeteiligung beträgt 79,3%.
1924 Ergebnis der Reichstagswahlen am 7.12.1924 in Crainfeld: HBB 145, DDP 36, DVP 22, SPD 15, DNVP 13, NSDAP 5, KPD 2, Wirtschaftspartei des deutschen Mittelstandes (WP) 1. Die Wahlbeteiligung beträgt 76,9%.
1925 Der Gewerbeverein Crainfeld und Umgegend feiert am 12.3.1925 sein 25jähriges Bestehen mit einer großen Gewerbeausstellung in der Gastwirtschaft "Zur Krone" von Wilhelm Hofmann.
1925 Ergebnis der Reichspräsidentenwahlen am 20.3.1925 in Crainfeld: Jarres (DNVP, DVP) 143, Braun (SPD) 102, Hellpach (DDP) 31, Held (Bayerische Volkspartei) 1, Thälmann (KPD) 1. Die Wahlbeteiligung beträgt 91,7%. Im zweiten Wahlgang am 26.4.1932 entscheiden sich bei 91,7% Beteiligung 234 wahlberechtigte Crainfelder für von Hindenburg ("Reichsblock"), 41 für Marx ("Volksblock"), 1 für Thälmann (KPD).
1925 Durch die Volkszählung vom 16.6.1925 wird für Crainfeld eine Einwohnerzahl von 443 festgestellt.
1925 Beginn der ersten Flurbereinigung in der Gemarkung Grebenhain.
1926 Ergebnis des Volksentscheids über die entschädigungslose Fürstenenteignung am 20.6.1926 in Bermuthshain: 12 Ja-Stimmen, keine Nein-Stimme. Die Wahlbeteiligung beträgt 4,2%.
1926 Gründung der Spar- und Darlehenskasse Crainfeld-Grebenhain.
1928 Das vom evangelischen Dekanat Lauterbach herausgegebene kirchliche Monatsblatt "Heimatglocken" erscheint ab Februar 1928 erstmals.
1928 Gründung des Turnvereins TV 1928 Crainfeld mit dem Vorsitzenden Karl Schwarzhaupt ("Zentrasmusse").
1928 Ergebnis der Reichstagswahlen am 20.5.1928 in Crainfeld: Christlich-Nationale Bauern- und Landvolkpartei 116, DDP 40, DVP 21, NSDAP 4, Volksrechtpartei 4, DNVP 3, SPD 2, KPD 2, Evangelische Volksgemeinschaft 1, Linke Kommunisten 1. Die Wahlbeteiligung beträgt 64,4%.
1928 Die Crainfelder Realschule wird infolge Schülermangels im Herbst des Jahres geschlossen.
1929 Die bisherige Wasserversorgung erweist sich als veraltet und bricht nach mehreren durch Frost verursachten Rohrbrüchen zusammen. Es erfolgt der Neubau eines Hochbehälters.
1929 Ergebnis des Volksentscheid zum "Freiheitsgesetz" (gegen den Young-Plan) am 22.12.1929 in Crainfeld: 155 Ja-Stimmen, 5 Nein-Stimmen. Die Wahlbeteiligung beträgt 53,2%.
1930 Ergebnis der Reichstagswahlen am 14.9.1930 in Crainfeld: NSDAP 74, Hessisches Landvolk (HLV) 59, Deutsche Staatspartei (DStP) 36, DVP 25, DNVP 14, SPD 10, Deutsche Bauernpartei 5, KPD 3, Christlich-Sozialer Volksdienst (CSVD) 1, Zentrum 1, WP 1 . Die Wahlbeteiligung beträgt 73%.
1930 Die Gemeinde Crainfeld verkauft am 1.12.1930 ihr elektrisches Leitungsnetz für 3.000 RM an das Überlandwerk Oberhessen.
1932 Gründung der NSDAP-Ortsgruppe Crainfeld.
1932 Ergebnis der Reichspräsidentenwahlen am 13.3.1932 in Crainfeld: Hitler (NSDAP) 192, von Hindenburg (SPD, Zentrum, DStP,  DVP, BVP) 61, Duesterberg (Stahlhelm) 2, Winter (Kleinrentner und Inflationsgeschädigte) 1. Die Wahlbeteiligung beträgt 83,4%. Im zweiten Wahlgang am 10.4.1932 entscheiden sich bei 91,9% Beteiligung 291 wahlberechtigte Crainfelder für Hitler, 23 für von Hindenburg.
1932 Bei einer Polizeiaktion zur Entfernung der zu diesem Zeitpunkt verbotenen Hakenkreuzfahnen von Häusern in Crainfeld  kommt es am 19.5.1932 zu Zusammenstößen zwischen der Ortsbevölkerung und der hessischen Staatspolizei.
1932 Adolf Hitler wird am 29.5.1932 zum Ehrenbürger der Gemeinde Crainfeld ernannt. Auf der nationalsozialistischen "Sonnenwendfeier" auf dem Hoherrodskopf am 18.6.1932 werden ihm die Ehrenbürgerbriefe der Gemeinden Crainfeld, Bermuthshain und Grebenhain überreicht.
1932 Ergebnis der Reichstagswahlen am 31.7.1932 in Crainfeld: NSDAP 290, DNVP 13, SPD 8, KPD 2. Die Wahlbeteiligung beträgt 96,6%.
1932 Ergebnis der Reichstagswahlen am 6.11.1932 in Crainfeld: NSDAP 236, SPD 43, DVP 6, DNVP 4, KPD 4, Landvolk-Partei 3. Die Wahlbeteiligung beträgt 93,7%. Es sind die letzten freien Wahlen bis 1946. Die Nationalsozialisten erzielen wie fast überall im Vogelsberg einen überragenden Erfolg.
1933 Am Abend der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30.1.1933 veranstaltet die NSDAP-Ortsgruppe Crainfeld einen großen Festzug durch das Dorf unter bengalischer Beleuchtung.
1933 Ergebnis der Reichstagswahlen am 5.3.1933 in Crainfeld: NSDAP 251, Kampffront Schwarz-Weiß-Rot 1, SPD 1, CSVD 1. Die Wahlbeteiligung beträgt 83,1%.
1933 Der reichsweite Boykott gegen jüdische Geschäfte am 1.4.1933 wird auch in Crainfeld durchgeführt. In den folgenden Jahren verlassen immer mehr jüdische Familien infolge des zunehmenden politischen und wirtschaftlichen Drucks und der immer massiveren Ausgrenzung aus der Dorfgemeinschaft den Ort.
1933 Am "Tag der nationalen Arbeit", dem 1.5.1933, erfolgt die feierliche Pflanzung einer "Hitler-Linde" neben der Kirche.
1933 Die Handwerker-Zeichenschule Crainfeld wird am 20.5.1933 aufgelöst.
1933 Gemäß der Volkszählung vom 16.6.1933 hat Crainfeld 476 Einwohner, die erwerbsmäßig zu 65,7% in der Land- und Forstwirtschaft, zu 16,7% in Handwerk und Industrie und zu 9,3% im Handel tätig sind.
1933 Am 14.10.1933 findet ein großer "Umzug des Handwerks und Gewerbes", der durch die NSDAP organisiert worden ist, durch die drei Orte Grebenhain, Crainfeld und Bermuthshain statt.
1934 Von Januar bis April 1034 erfolgen umfangreiche Renovierungs- und Umbauarbeiten an der Crainfelder Kirche. So kommt es zu einer Neugestaltung des Innenraums, der Beseitigung der alten hölzernen Stützsäulen, einer Erhöhung der Emporen und der Anbringung von Gedenktafeln für die evangelischen Gefallenen der Kirchspielsorte im Ersten Weltkrieg.
1934 Auflösung des Gewerbevereins Crainfeld und Umgegend am 11.2.1934.
1934 Johannes Meinhardt IV. ("Deichschneidersch") wird als Nachfolger des aus Altersgründen zurückgetretenen Heinrich Ganß II. zum Bürgermeister ernannt.
1934 Infolge der vom Kreis Lauterbach angeordneten Schaffung freiwilliger Feuerwehren wird auch die Crainfelder Pflichtfeuerwehr am 22.12.1934 in eine Freiwillige Feuerwehr umgewandelt.
1935 Abschluss des Flurbereinigungsverfahrens in der Gemarkung Crainfeld mit der endgültigen Zuteilung der neuen Grundstücke.
1935 Gründung des DRK-Sanitätshalbzuges Crainfeld-Grebenhain.
1937 Nach einem Beschluss des Gemeinderates wird in Crainfeld ein Kindergarten eingerichtet, der unter der Trägerschaft der "Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt" (NSV) steht und im Gemeindehaus untergebracht ist. Er existiert bis zum Kriegsende 1945.
1937 Ortspfarrer Alfred Mitzenheim vollendet nach dreijähriger Arbeit das "Geschlechtsregister der Pfarrei Crainfeld" als Familienbuch des Kirchspiels vom 17. bis 20. Jahrhundert und die "Steinerne Chronik von Crainfeld" als Besitzgeschichte der Crainfelder Höfe. Beide Werke sind ursprünglich zur Nachvollziehung des gesetzlich vorgeschriebenen "Ariernachweises" für "Erbhofbauern" gedacht.
1937 Infolge der Abwanderung und Emigration der meisten ihrer Mitglieder löst sich die jüdische Religionsgemeinde Crainfeld zum 31.12.1937 auf.
1938 Während der reichsweiten Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung am 9.11.1938 werden in Crainfeld die Synagoge demoliert und die beiden noch verbliebenen Wohnhäuser jüdischer Einwohner von SA-Männern geplündert. Wenige Tage später verlassen die letzten jüdischen Einwohner fluchtartig das Dorf und Crainfeld wird öffentlich für "judenfrei" erklärt.
1939 Die letzte Volkszählung vor Beginn des Zweiten Weltkrieges am 17.5.1939 ergibt für Crainfeld eine Einwohnerzahl von 446.
1939 Beginn des zweiten Weltkrieges am 1.9.1939.
1941 Am 1.9.1941 wird in Crainfeld eine Dreschmaschinengenossenschaft gegründet.
1942 Karl Fischer ("Fischersch") fällt am 9.9.1941 als der erste Kriegsgefallene aus Crainfeld.
1943 Karl Schmalbach II. ("Gänslangersch") wird als Nachfolger des verstorbenen Johannes Meinhardt IV. zum Bürgermeister ernannt.
1945 Bei einem Angriff amerikanischer Jagdbomber auf einen Zug bei Crainfeld am 19.3.1945 wird eine Person getötet und das Crainfelder Schulgebäude beschädigt.
1945 Während des US-Luftangriffs auf die Luftmunitionsanstalt Hartmannshain ("Muna") am 22.3.1945 wird ein dort abgestellter voll beladener Munitionszug getroffen und durch eine Explosion völlig zerstört. In den Nachbardörfern Grebenhain, Bermuthshain und Crainfeld entsteht Sachschaden insbesondere an den Fenstern. Ein während der Explosion weggeschleuderter Bombenzünder trifft die Scheune des Anwesens von Karl Oechler ("Schreiersch") in Crainfeld, wodurch ein französischer Kriegsgefangener getötet und die Scheune durch Brand zerstört wird.
1945 Einheiten der 11th U.S. Armored Division besetzen Crainfeld am 31.3.1945 kampflos und richten für einige Tage dort ihren Divisionsgefechtsstand ein.
1945 Am Ende des Zweiten Weltkrieges am 9.5.1945 sind 23 gebürtige Crainfelder sowie 9 Angehörige von in Crainfeld ansässigen Heimatvertriebenen gefallen. Insgesamt 25 gebürtige jüdische Crainfelder werden in Konzentrationslagern ermordet.
1945 Kurz nach Kriegsende wird der nationalsozialistische Bürgermeister Bürgermeister Karl Schmalbach II. durch die US-Militärregierung seines Amtes enthoben und Wilhelm Fritz ("Hambaste") als neuer Bürgermeister eingesetzt.
1946 Durch die zahlreichen Bombenkriegsevakuierten, insbesondere aber die Heimatvertriebenen aus den deutschen Ostgebieten und dem Sudetenland steigt die Bevölkerung von Crainfeld auf die Höchstzahl von 714 Einwohnern. 1948 wohnen in Crainfeld 229 heimatvertriebene "Neubürger", davon 37 aus den Ostgebieten und 192 aus dem Sudetenland.
1946 Durch zwei aus Frankfurt am Main Evakuierte wird die Sportgemeinschaft 1946 Crainfeld gegründet.
1948 Am 22.3.1948 werden die beiden großen Glocken der Kirche, die während des Krieges zur Einschmelzung nach Hamburg gebracht worden waren, wieder nach Crainfeld zurückgebracht.
1948 Aufgrund Wassermangel erfolgt der Neubau eines Hochbehälters.
1948 Der aus dem Haus "Brückehannese" in Crainfeld stammende gelernte Bäcker Heinrich Müller meldet am 11.12. eine "Brot- und Feinbäckerei" als Gewerbe" an. Dies ist die Gründung der örtlichen Bäckerei Müller ("Michelhennerjes").
1949 Am 16.9.1946 findet erstmals seit dem Krieg wieder der traditionelle Herbstmarkt statt.
1950 Bei einem Zusammenstoß eines Zuges mit einem Auto am unbeschrankten Crainfelder Bahnübergang am 4.2.1950 werden zwei Menschen getötet.
1950 Neubau einer Leichenhalle am evangelischen Friedhof.
1950 Die Hofreite des Karl Schwarzhaupt ("Zentrasmusse") brennt am 30.6.1950 bis auf die Grundmauern nieder. Der Wiederaufbau an alter Stelle erfolgt in den folgenden Monaten.
1950 In Crainfeld leben nach der Volkszählung vom 13.9.1950 676 Menschen.
1950 Nachdem in den Nachkriegsjahren bereits eine Gesangsabteilung innerhalb der SG Crainfeld bestanden hatte, wird der traditionsreiche MGV "Liederkranz" Crainfeld in einer Versammlung im Schulhaus am 09.12.1950 wieder neu gegründet.
1951 Abbruch der ehemaligen Synagoge.
1952 Der 1945 abgesetzte Bürgermeister Karl Schmalbach II. aus dem Edelhof wird am 20.5.1952 durch den Gemeinderat erneut zum Bürgermeister der Gemeinde Crainfeld als Nachfolger des verstorbenen Wilhelm Fritz gewählt. Zum 1. Beigeordneten wird Wilhelm Ganß ("Zöllersch") und zum 2. Beigeordneten Heinrich Ruhl II. ("Grebjes") gewählt.
1952 Auf Vorschlag von Pfarrer Hermann Knodt zu Bad Nauheim erhält die Gemeinde Crainfeld, nach Genehmigung durch das hessische Innenministerium am 23.12.1952, ein Siegelwappen der mittelalterlichen Gelnhäuser Patrizierfamilie von Crainfeld als Ortswappen.
1952 Bau des Feuerwehrgerätehauses neben dem Gemeindehaus an der Cent.
1954 Der Ausbau der Ortsstraßen mit einer Teerdecke und die Kanalisation werden abgeschlossen. Im gleichen Jahr entstehen bei Manövern durch amerikanische (Panzer hohe Sachschäden durch Zerstörung der beiden Lüderbrücken.
1956 Neueröffnung eines Kindergartens in Crainfeld am 24.4.1956, der im früheren Haus der Familie Abraham Sommer ("Alexe") untergebracht ist. Träger ist die Gemeinde Crainfeld.
1956 Am 25.9.1956 werden in Crainfeld 524 Einwohner gezählt. Der schnelle Rückgang der Einwohnerzahl, der sich in der Folgezeit weiter fortsetzt, geht vor allem auf die Übersiedlung zahlreicher Heimatvertriebener und die Rückkehr der Ausgebombten in die Ballungsgebiete zurück.
1959 Der Absturz eines Aufklärungsflugzeuges der Bundesluftwaffe vom Typ Do 27 in der Crainfelder Gemarkung am 14.1.1959 fordert vier Schwerverletzte. Ein zu Hilfe gerufener Hubschrauber stößt im Knüllgebirge im Nebel gegen einen Berg, wobei alle acht Besatzungsmitglieder ums Leben kommen.
1956 Nach seiner Versetzung auf den evangelischen Friedhof und der Hinzufügung zweier Gedenktafeln für die gefallenen und vermissten Soldaten des Zweiten Weltkrieges wird das Crainfelder Gefallenenehrenmal am 10.7.1956 neu eingeweiht.
1959 Die Crainfelder Wasserleitung muss komplett erneuert werden.
1959 Bau des Transformatorenhauses neben dem Schulhaus in der Grebenhainer Straße (Im Haigen).
1959 Crainfeld beteiligt sich im August 1959 am hessischen Landeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden".
1959 Die Freiwillige Feuerwehr Crainfeld feiert am 15.9.1959 mit einem großen Festzug ihr 25jähriges Bestehen.
1960 Großer "Reitertag" der Reitergruppe Nieder-Moos-Crainfeld am 19.9.1960.
1960 Bis zum Jahresende 1960 werden alle Verbindungsstraßen von Crainfeld zu den Nachbarorten Bannerod, Bermuthshain, Grebenhain und Nieder-Moos mit einer Teerdecke befestigt.
ab etwa 1960 Etwa seit Beginn der 1960er Jahre wird Crainfeld in immer stärkerem Maße von einem wirtschaftlichen Strukturwandel in Mitleidenschaft gezogen. In den folgenden vier Jahrzehnten verschwinden nach und nach fast alle landwirtschaftlichen Betriebe und ein Großteil der Gewerbe- und Handwerksbetriebe aus dem Ort. Crainfeld wird mehr und mehr zum Pendlerwohnort und ist von Abwanderung und Überalterung bedroht. Gleichzeitig fällt ein immer größerer Teil des historischen Baubestandes Neubaumaßnahmen zum Opfer.
1961 Auf Antrag der hessischen Brandversicherungskammer werden zum 1.3.1961 neue Straßennamen in Crainfeld eingeführt: Hauptstraße, Bahnhofstraße, Grebenhainer Straße, Kreuzstraße, Pfingstweg, Märzwiesenweg, Hofweg. Damit verbunden ist die Anlage eines neuen Brandkatasters.
1961 Die Dreschgemeinschaft Crainfeld beschließt auf ihrer Generalversammlung am 10.3.1961 die Umwandlung in eine Maschinengenossenschaft.
1961 Mit 496 Einwohnern, die am 6.6.1961 ermittelt werden, sinkt die Einwohnerzahl von Crainfeld erstmals in der Nachkriegszeit wieder unter 500, welche auch später nie wieder überschritten werden wird.
1962 Am 21. und 22.7.1962 veranstaltet die Reitergruppe Nieder-Moos-Crainfeld ein großes Reit- und Fahrturnier mit über 2000 Zuschauern.
1963 Die Gemeindevertretung von Crainfeld lehnt am 31.1.1963 den von Land Hessen angeregten Beitritt zu einem Schulverband zwecks Gründung einer Mittelpunktschule zunächst ab.
1963 Letzte Generalversammlung des ältesten ortsansässigen Vereins MGV "Liederkranz" Crainfeld am 19.01.1963, der aufgrund Interesselosigkeit in der Folge als ruhender Verein gilt und damit faktisch aufgelöst wird.
1964 Bei den Renovierungsarbeiten in der Kirche werden unter dem Fußboden des Kirchenschiffs Gräber von Geistlichen aus dem 17. Jahrhundert sowie Grundmauern einer mittelalterlichen Vorgängerkirche entdeckt. Der Kircheninnenraum wird neugestaltet und erhält eine neue Orgel sowie eine Heizung.
1964 Grundsteinlegung für das neue Kassengebäude der Spar- und Darlehenskasse in der Hauptstraße. Es entsteht an der Stelle des Hauses "Eirichs", dem ehemaligen Gasthaus und Brauhaus der Oberschultheißen von Crainfeld, dass einschließlich der noch erhaltenen Gewölbekeller abgerissen wird.
1964 Die Gemeinde Crainfeld tritt dem am 8.4.1964 gegründeten Schulverband Grebenhain bei.
1964 Nach dem Tod von Karl Schmalbach II. am 19.4.1964 übernimmt Wilhelm Ganß ("Zöllersch") kommissarisch das Amt des Bürgermeisters.
1964 Bei einem Großbrand am 20.5.1964, während der Pfingstkirmes, wird die Hofreite Friedrich Oechler ("Linneboste") teilweise zerstört.
1965 Horst Ziegler ("Hambaste", gebürtig aus Darmstadt) wird von der Gemeindevertretung am 1.1.1965 zum letzten Bürgermeister der selbstständigen Gemeinde Crainfeld gewählt.
1967 Die letzte Zählung in der Zeit der kommunalen Selbstständigkeit am 30.6.1967 ergibt für Crainfeld eine Einwohnerzahl von 463.
1967 Die Spar- und Darlehenskasse Crainfeld erhält am 16.9.1967 mit Karl Müller erstmals einen hauptamtlichen Geschäftsführer.
1967 Am 17.10.1967 erfolgt die Einweihung des Erweiterungsbaues am Feuerwehrgerätehaus, welcher an der Stelle des früheren Gemeindehauses entstand, und die Übergabe des neu angeschafften Löschfahrzeuges an die Freiwillige Feuerwehr.
1967 Die SG 1946 Crainfeld fusioniert am 22.11.1967 mit dem benachbarten und ungleich größeren TSV 1906 Grebenhain. Der "neue" Verein übernimmt den Namen des TSV Grebenhain, in dessen Wappen das Crainfelder Ortswappen aufgenommen wird.
1968 Die Spar- und Darlehenskasse Crainfeld eröffnet eine Grebenhainer Filiale im dortigen Gasthaus "Darmstädter Hof".
1968 Mit Beginn des Schuljahres 1968/69 wird die 5. bis 8. Klasse der Volksschule Crainfeld in Grebenhain eingeschult.
1969 Nach fast 400 Jahren wird die Volksschule Crainfeld mit Ende des Schuljahres 1968/69 geschlossen. Seit dem 1.8.1969 besuchen alle schulpflichtigen Kinder aus Crainfeld die neuerbaute Mittelpunktschule (Oberwaldschule) in Grebenhain.
1969 Auf Druck des Raiffeisenverbandes Rhein-Main erfolgt am 28.11.1969 die Fusion der Spar- und Darlehenskasse Crainfeld mit sechs weiteren kleineren Spar- und Darlehenskassen aus dem Raum Grebenhain.
1971 Von Februar 1971 bis Januar 1972 wird das ehemalige Schulgebäude, als letztes Bauprojekt in der Zeit der kommunalen Selbstständigkeit Crainfelds, zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut.
1971 Die Neueindeckung des Kirchturms mit einem Kupferdach anstelle der vorherigen Schieferbedachung wird vorgenommen (Mai/Juni) sowie der im Lauf der Zeit stark beschädigte Wetterhahn durch die ortsansässige Schreinerei Flach renoviert.
1971 Vom 17. bis 18.8.1971 findet mit einem großen Fest der Kreisfeuerwehrtag in Crainfeld statt.
1971 Infolge der vom Land Hessen angeordneten kommunalen Gebietsreform beschließt die Gemeindevertretung von Crainfeld nach einigen Widerständen im September 1971 den "freiwilligen" Anschluss an die Großgemeinde Grebenhain.
1972 Mit Wirkung vom 31.12.1971 bzw. 1.1.1972 hört die selbstständige Gemeinde Crainfeld auf zu bestehen. Aus dem einstigen Gerichtsort und Mittelpunkt der Region wird einer von 14 Ortsteilen der Großgemeinde Grebenhain, der am 1.8.1972 auch die bis dahin selbstständige Gemeinde Steigertal eingegliedert wird. Nach einer Übergangszeit wird der bisherige Bürgermeister Horst Ziegler durch Friedrich Schmelz ("Wänersch") als Ortsvorsteher von Crainfeld abgelöst.
1972 Einweihung des Crainfelder Dorfgemeinschaftshauses, der vorherigen Schule, am 26.1.1972.
1972 Die bisherige Spar- und Darlehenskasse Crainfeld wird am 6.3.1972 in Volksbank Grebenhain-Crainfeld umbenannt.
1972 Am 3.7.1972 wird der SPD-Ortsbezirk Crainfeld mit 14 Mitgliedern in Vorbereitung auf die Kommunalwahlen am 22.10.1972 gegründet und Joseph Rebitzer ("Keihherts") zum Vorsitzenden gewählt.
1973 Der traditionelle Crainfelder Markt  findet nach 321 Jahren zum letzten Mal statt, nachdem er in den vorangegangenen Jahren zunehmend an Bedeutung verloren hatte.
1974 Nach dem plötzlichen Tod von Ortsvorsteher Friedrich Schmelz übernimmt Altbürgermeister Horst Ziegler erneut das Amt für eine Übergangszeit.
1975 Im Januar 1975 wird der Schützenverein Crainfeld mit 70 Mitgliedern gegründet. Erster Vorsitzender und Hauptinitiator ist der gebürtige Lanzenhainer Werner Kraft ("Schreiersch"), der bereits in seinem Heimatort dem dortigen Schützenverein angehört hatte.
1977 Gründung des Ortsvereins des Bezirkslandfrauenvereins am 17.3.1977 mit zunächst 25 Mitgliedern und den Vorsitzenden Christa Seibert ("Seiberts") und Ingrid Hofmann ("Hofmanns").
1977 Ergebnis der Kommunalwahlen am 20.3.1977. Ortsbeirat (Gemeinschaftsliste Crainfeld): Ruhl 164, Kraft 164, Scholtes 114, Ziegler 113, K. Seibert 104, Hofmann 93, Seibert 71. Karl Ruhl ("Mengersch") wird anschließend durch den Ortsbeirat zum neuen Ortsvorsteher von Crainfeld gewählt. Die Wahlbeteiligung beträgt 84,9%.
1978 Als Folge der Gebietsreform wird eine teilweise Umbenennung der Ortsstraßen in Crainfeld wegen Namensgleichheit mit Straßen in anderen Ortsteilen notwendig: Hauptstraße - An der Cent, Bahnhofstraße - Frankfurter Straße, Grebenhainer Straße - Im Haigen.
1979 Am 16.1.1979 wird eine Jugendfeuerwehrgruppe der Freiwilligen Feuerwehr mit 9 Mitgliedern ins Leben gerufen.
1981 Ergebnis der Kommunalwahlen am 22.3.1981 in Crainfeld. Ortsbeiratswahl (Gemeinschaftsliste Crainfeld): Ruhl 186, Kraft 183, K. Seibert 128, Hofmann 125, Jost 114, Ganß 96, Scholtes unbek., J. Rehberger 69, W. Müller 64, W. Schmelz 56, N. Schwarzhaupt 52, W. Seibert 38, R. Müller 27, W. Blößer 25, Baumbach 24, Rausch 23.
1981 Der alte romanische Taufstein wird nach seiner Wiederaufstellung in der Kirche am 17.5.1981 im Rahmen eines Taufgottesdienstes geweiht.
1983 Crainfeld wird als erster Ortsteil der Großgemeinde Grebenhain und als einer der ersten Orte in Hessen in das 1982 erneuerte "Landesprogramm zur Erneuerung der hessischen Dörfer" (Dorferneuerungsprogramm) aufgenommen.
1985 Ergebnis der Kommunalwahlen am 10.3.1985 in Crainfeld. Ortsbeirat (Gemeinschaftsliste Crainfeld): Ruhl 152, Kraft 136, Hofmann 113, J. Rehberger 106, Scholtes 78, A. Schwarzhaupt 75, W. Müller 66, R. Müller 65, Ganß 41, Krusche 32. Die Wahlbeteiligung beträgt 73,4%.
1986 Erstmals findet im April 1986 die Crainfelder "Lüderkirmes" statt, veranstaltet durch die im gleichen Jahr gegründete Kirmesburschenschaft (KSG) Crainfeld, welche in der Folgezeit an die Stelle der traditionellen Crainfelder Pfingstkirmes rückt.
1986 Die althergebrachte Crainfelder Pfingstkirmes findet zum letzten Mal im Gasthaus "Vogelsberger Hof" statt.
1987 Das Heimatbuch "Crainfeld. Aus der Geschichte eines Dorfes im Vogelsbergkreis" von Friedrich Müller erscheint.
1989 Ergebnis der Kommunalwahlen am 12.3.1989 in Crainfeld. Ortsbeirat (Gemeinschaftsliste Crainfeld): Kraft 163, Schlosser-Feix 108, Hofmann 97, W. Müller 91, Schwarzhaupt 90, Bönsel 65, Schmalbach 62, W. Seibert 48, K.-H. Flach 47, Bosecker 39, R. Müller 38. Albrecht Schwarzhaupt ("Schwarzhaupts") wird anschließend durch den Ortsbeirat zum neuen Ortsvorsteher von Crainfeld gewählt. Die Wahlbeteiligung beträgt 78,4%.
1990 Die neue Kirchenorgel wird am 9.12.1990 eingeweiht.
1991 Abschluss der Dorferneuerung in Crainfeld.
1991 Guss der vierten Glocke der Crainfelder Kirche durch die Glockengießerei Rincker in Sinn und Restaurierung der ältesten Glocke von 1627. Beide werden am 15.9.1991 feierlich geweiht und im Kirchturm aufgehängt.
1992 Der jüdische Friedhof wird durch eine Realschulklasse der Oberwaldschule Grebenhain erstmals wissenschaftlich dokumentiert.
1993 Ergebnis der Kommunalwahlen am 7.3.1993. Ortsbeirat (Gemeinschaftsliste Crainfeld): Kraft 151, Schwarzhaupt 146, H. Schlosser-Feix 125, Bönsel 111, Rauber 99, Schmalbach 89, Flach 86, Seibert 67, W. Feix 61, Herchenröder 37. Die Wahlbeteiligung beträgt 79,3%.
1995 Bau eines Windenergieparkes auf dem Maienberg mit vier Windkraftanlagen (Nennleistung 2,4 Megawatt) durch die Betreibergesellschaft "Ventus" mit Sitz in Wiesbaden im August/September 1995.
1997 Ergebnis der Kommunalwahlen am 3.3.1997 in Crainfeld. Ortsbeirat (Gemeinschaftsliste Crainfeld): J. Rehberger 146, Kraft 138, Bönsel 112, Schmalbach 107, Rauber 98, Herchenröder 78, H. Rehberger 73, T. Müller 56. Harald Bönsel ("Liederelse") wird anschließend durch den Ortsbeirat zum neuen Ortsvorsteher von Crainfeld gewählt. Die Wahlbeteiligung beträgt 69,9%.
2000 Enthüllung des Gedenksteins für die Dorferneuerung, Kanalisierung und Flurneuordnung vor dem "Kreuzgass-Treff", ehemals Gasthaus "Zum Hessischen Hof" ("Deichschneidersch"), am 1.1.2000.
2001 Ergebnis der Kommunalwahlen am 18.3.2001 in Crainfeld. Ortsbeirat (Gemeinschaftsliste Crainfeld): Bönsel 336, J. Rehberger 301, Schmalbach 153, H. Rehberger 135, Schneider 103, Herchenröder 85, M. Blößer 69.  Die Wahlbeteiligung beträgt 59,9%.
2005 Beim Kreisentscheid des Wettbewerbs "Unser Dorf" (ehemals: "Unser Dorf soll schöner werden") im Vogelsbergkreis erreicht Crainfeld am 4.10.2005 hinter Altenburg (Stadtteil von Alsfeld) und Romrod den dritten Platz.
2006 Ergebnis der Kommunalwahlen am 26.3.2006 in Crainfeld. Ortsbeirat (Gemeinschaftsliste Crainfeld): J. Rehberger 257 (22,45%), Bönsel 225 (19,74%), Schneider 136 (11,93%), Mohr 124 (10,88%), H. Rehberger 124 (10,88%), Kircher 109 (9,56%), S. Schmelz 107 (9,39%), Pfannstiel 58 (5,09%).
2007 Durch den Orkan "Kyrill" am 18.1.2007 wird das Kupferdach des Kirchturms schwer beschädigt und muss aufwendig erneuert werden.
2007 Gründung einer "Interessensgemeinschaft Hemmen - Brauchtumspflege in Crainfeld".
2008 Ergebnis der Landtagswahlen am 27.1.2008 in Crainfeld. Wahlkreis: Wiegel (CDU) 90, Görig (SPD) 80, Döweling (FDP) 24, Siefart (Grüne) 10, Schnell (Die Linke) 7, Wicke (FWG) 3, Käs (NPD) 3, Jacobsen (REP) 2. Land: SPD 85, CDU 83, FDP 26, Die Linke 12, Grüne 9, FWG 3, NPD 3, REP 1.
2008 Nach einer eingehenden Besichtigung am 28.2.2008 stellt sich der Crainfelder Kirchturm als renovierungsbedürftig heraus. Aufgrund starker Schäden an der Aufhängung darf weiterhin das Geläut für mehrere Monate (bis Dezember) nicht mehr benutzt werden. Für die Sanierung von Turm und Geläut werden drei Jahre veranschlagt.
2008 Der Ortsbeirat von Crainfeld tritt am 21.7.2008 geschlossen zurück. Lediglich Ortsvorsteher Harald Bönsel bleibt im Amt. Ursache sind schwere Differenzen mit der Gemeinde Grebenhain über die geplante Renovierung und Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses.
2009 Ergebnis der Landtagswahlen am 18.1.2009 in Crainfeld. Wahlkreis: Wiegel (CDU) 88, Görig (SPD) 51, Bothe (Grüne) 26, Döweling (FDP) 24, Schnell (Die Linke) 5, Schäfer (NPD) 1. Land: CDU 70, SPD 48, FDP 41, Grüne 25, Die Linke 6, FWG 5, REP 3, NPD 1. Die Wahlbeteiligung beträgt 59,3%.
2009 Anlässlich des 75jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr findet am 27.4.2009 der Kreisfeuerwehrtag in Crainfeld statt. In dessen Rahmen werden auch die von der örtlichen Jagdgenossenschaft gestifteten Hausnamensschilder für nahezu sämtliche alten Crainfelder Häuser angebracht und der Öffentlichkeit präsentiert.
2009 Zur Vorbereitung der 1.000-Jahr-Feier von Kirchspiel und Ort Crainfeld (urkundliche Ersterwähnung 1011/12) im Juni 2011 wird am 27.5.2009 im Evangelischen Gemeindehaus ein Festausschuss gegründet.
2009 Ergebnis der Bundestagswahlen am 27.9.2009 in Crainfeld. Erststimmen: Blum (SPD) 38, Brand (CDU) 33, Klotzsche (FDP) 31, Lörcher (Die Linke) 15, Sporer (Grüne) 14, Bosold (NPD) 4. Zweitstimmen: CDU 68, SPD 62, FDP 54, Die Linke 19, Grüne 17, Tierschutzpartei 3, NPD 2, Piratenpartei 2, REP 1. Die Wahlbeteiligung beträgt 66,2%.
2010 Schließung des Gemischtwarenladens Rehberger ("Brandeweis") zum Jahresbeginn nach rund 140 Jahren.
2011 Ergebnis der Kommunalwahlen am 27.3.2011 in Crainfeld. Ortsbeirat (Gemeinschaftsliste Crainfeld): Jäger 259 (19,4%), Schneider 258 (19,33%), D. Schmalbach 213 (15,96), Pfannstiel 131 (9,81%), Heineck 114 (8,54%), M. Oechler 111 (8,31%), Röhe 101 (7,57%), P. Oechler 87 (6,52%), Fischbach 61 (4,57%). Kreistag: SPD 3457, CDU 3304, Grüne 1597, FWG 479, FDP 423, Die Linke 252.
2011 Wahl von Bernd Schneider zum neuen Ortsvorsteher von Crainfeld durch den Ortsbeirat am 9.5.2011.
2011 1.000-Jahr-Feier der Gründung der Pfarrei Crainfeld und der urkundlichen Ersterwähnung des Ortes Crainfeld am Pfingstsonntag, den 12.6.2012, mit einer "Feststraße" rund um die Crainfelder Kirche mit vielen Veranstaltungen, darunter der Theaterinszenierung einer Gerichtssitzung am alten Gerichtsplatz.
2011 Ergebnis bei der Neuwahl des Landrats in Crainfeld. Erster Wahlgang (6.11.2011): Vollmöller (CDU) 78, Görig 45 (SPD), Schwalm (Die Linke) 12. Zweiter Wahlgang (20.11.2011): Vollmöller (CDU) 83, Görig (SPD) 53. Die Wahlbeteiligung beträgt 43,4% bzw. 43,1%.