Crainfelder Familiengeschichte

 

Hochzeit von Heinrich Schäfer ("Schoulbästjes") und Frieda Oechler (Bermuthshain, "Hohlewies") am 15.11.1936. Wie in jener Zeit üblich, fand die Hochzeitsfeier nicht in einer Gastwirtschaft statt.
 

Die "alten" Crainfelder Familien und Geschlechter

Die Geschichte und Herkunft der Crainfelder Familien und Geschlechter ist nicht nur für gebürtigen Crainfelder oder jeden anderen, dessen Vorfahren aus Crainfeld stammten, zweifellos ein besonders interessantes Thema sein. Gerade der "Dreiklang" aus Bauernfamilien, Amtsträgern von Gericht und Pfarrei und der jüdischen Gemeinde macht die Crainfelder Familiengeschichte einzigartig im Vergleich zu den Nachbardörfern.

Die Genealogie der christlichen Familien Crainfelds und ihrer Vorfahren ist bis ins Jahr 1659 lückenlos nachzuvollziehen. In diesem Jahr wurde das Crainfelder Kirchenbuch nach seiner Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wieder neu angelegt. Bis 1875 wurden alle Geburten, Taufen, "Kopulationen" (Heiraten) und Todesfälle nur dort durch den örtlichen Pfarrer der Kirchengemeinde Crainfeld verzeichnet und erst dann durch den Crainfelder Bürgermeister als Standesbeamten ergänzt. 1794 beginnen die ursprünglich ebenfalls durch den Pfarrer bzw. den Bürgermeister geführten "Judenmatrikel", in denen wie bei den Kirchenbüchern Geburten, Eheschließungen und Todesfälle der jüdischen Ortseinwohner bis 1875 vermerkt wurden.

In den Jahren 1934 bis 1937 erarbeitete dann der damalige Crainfelder Pfarrer Alfred Mitzenheim aus den Kirchenbucheinträgen das sogenannte "Geschlechtsregister der Pfarrei Crainfeld". Dieses einmalige "Mammutwerk" mit 712 Seiten, tausenden von Familien und mehreren zehntausend Namen aus 280 Jahren diente primär der Nachvollziehung des in der NS-Zeit vorgeschriebenen "Ariernachweises", um die wertvollen historischen Kirchenbücher nicht dafür ständig benutzen zu müssen. Bereits während der Erstellung des Gechlechtsregisters veröffentlichte Mitzenheim seine Nachforschungen in den "Heimatglocken". Ursprünglich war sogar geplant, das Geschlechtsregister in verkürzter Form als Buch zu drucken und somit für jedermann zugänglich zu machen. Dazu kam es jedoch nicht mehr, und das noch bis 1948 weitergeführte Geschlechtsregister verschwand alsbald in den "Tiefen" des Pfarrarchivs, nachdem sein politisch motivierter Hauptzweck 1945 obsolet geworden war.

Mit einiger Berechtigung kann man diejenigen Crainfelder Familien als "alteingesessen" bezeichnen, die im Jahr 1659 bereits in Crainfeld nachzuweisen sind und auch später ununterbrochen dort ansässig waren. In diesem Sinne gab es im 20. Jahrhundert noch fünf alteingesessene Familien in Crainfeld, nämlich die Oechler, Rauber, Rehberger, Schäfer und Schmalbach. Die Familiennamen Oechler und Schmalbach werden sogar schon in Quellen des 16. Jahrhunderts erwähnt. Vier dieser uralten Crainfelder Familien sind bis heute ununterbrochen im Mannesstamm in Crainfeld ansässig. Daneben können aber auch noch viele andere heutigen Crainfelder Mitglieder dieser "Urfamilien" zu ihren Vorfahren zählen.

Insbesondere durch Einheirat, aber auch durch Zuzug, sind im 18. und 19. Jahrhundert immer wieder "neue" Namen nach Crainfeld gekommen, die sich im Ort verbreiteten und deren Träger längst ebenfalls zu den "alten" Familien des Dorfes zu zählen sind. So kamen die Stammväter der zahlreichen Crainfelder Familien Ruhl aus dem benachbarten Grebenhain, wohin der Name Ruhl andererseits in einigen Fällen auch durch Heiraten wieder zurückkehrte. Der Familienname Müller kam ebenfalls im Zeitraum um 1720 durch Einheiraten aus Ilbeshausen bzw. Grebenhain nach Crainfeld. Durch einen Schweinehirt aus Nieder-Moos gelangte 1731 der Name Meinhardt, durch einen Arzt aus Klein-Eichen 1764 der Name Hofmann und durch einen Schäfer aus Ulfa 1779 der (heute ausgestorbene) Name Fritz nach Crainfeld. Einen besonders "exotischen" Ursprung hat der Familienname Baumbach, welcher auf den um 1700 zugewanderten Siebmacher Hieronymus Baumbach aus Thüringen zurückgeht. Die ältesten jüdischen Familiennamen Crainfelds, die schon um 1800 erwähnt werden, sind die Namen Sommer und Stein.

Der (christliche) Familienname Lind geht auf den 1802 von Grebenhain nach Crainfeld geheirateten Johannes Lind zurück. Seit 1812 ist der Name Scholtes, der aus Lichenroth stammt, in Crainfeld präsent. 1836 heiratete Johann Georg Schwarzhaupt aus Vaitshain nach Crainfeld, Stammvater der dortigen und der Grebenhainer Schwarzhaupt-Familien. In Hartmannshain hat der Familienname Blößer seinen Ursprung, den es in Crainfeld seit 1844 gibt. Aus Stockhausen stammt der Familienname Rausch, dessen erster Namensträger Christian Rausch 1851 in Crainfeld als Ortsbürger registriert wurde. Im Jahr darauf, 1852, kam der Name der alten Schreinerfamilie Flach vom einstmals riedeselischen Salz nach Crainfeld. Durch die Übersiedlung des Wagnermeisters Friedrich Schmelz aus Steinfurt im Jahr 1894 gelangte der Familienname Schmelz nach Crainfeld. 1897 folgte der aus Vaitshain stammende Name Schuchardt. Auch diese (historisch gesehen) "jüngeren" und "jüngsten" Namen, von denen einige aber ebenfalls schon ausgestorben sind, gehörten im Laufe der Zeit einfach zum Dorf "dazu".

Die folgende Liste enthält alle Crainfelder Familiennamen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts und vor der Zeit des Nationalsozialismus in Crainfeld vorkamen, in alphabetischer Reihenfolge. Ergänzungen und Berichtigungen sowohl zur älteren wie auch zur jüngeren Familiengeschichte sind erwünscht. Für genauere Informationen zur Geschichte einer Familie einfach auf den entsprechenden Familiennamen klicken (folgt später)!

 

Baumbach

Blößer

Eifert

Flach
Fritz
Ganß
Herchenhain
Heutzenröder
Hofmann
Hornung
Laufer
Lind
Löffler
Meinhardt
Müller
Neuner
Oechler
Rauber
Rausch
Rehberger
Ruhl
Schäfer
Schmalbach
Schmelz
Scholtes
Schuchardt
Schwarzhaupt
Sommer
Strauß
Stein
Zimmermann

 

Das 17. bis 19. Jahrhundert war in Crainfeld eine regelrechte "Blütezeit" riesiger und in schier unzählige Neben- und Seitenlinien verzweigter bäuerlicher Familien- und Sippenverbände. 1861, als das älteste erhaltene Brandkataster aufgestellt wurde, lauteten die häufigsten Nachnamen der Hausbesitzer in Crainfeld Müller (jeweils neunmal), Lind (jeweils siebenmal), Baumbach, Sommer (alle jeweils fünfmal), Oechler, Rauber (alle jeweils viermal), Meinhardt, Rehberger, Schäfer, Stein, Strauch (alle jeweils dreimal), Flach, Fritz, Ganß, Götz, Löffler, Ruhl, Schmalbach (alle jeweils zweimal), Adolph, Boudinard, Eifert, Goldmeier, Greß, Heil, Heß, Hofmann, Kimpel, Linker, Muth, Nolde, Prächter, Rahn, Rühl, Schwarzhaupt, Scholtes, Schreiner, Stern, Stier, Strauß, Usinger und Zimmermann (alle jeweils einmal). Weitere Namen sind trotz zeitweilig großer Verbreitung, wie z. B. Heutzenröder und Laufer, schon vor der Mitte des 19. Jahrhunderts ausgestorben.

Die bäuerlichen Crainfelds Familien heirateten bis ins 19. Jahrhundert meist untereinander. Nicht selten wurden Ehen sogar innerhalb des Verwandtenkreises geschlossen. Auswärtige Ehepartner kamen zumeist aus den anderen Dörfern des Gerichts Crainfeld, vor allem aus Bermuthshain und Grebenhain, und erst nach 1806 auch aus dem bis dahin "ausländischen" riedeselischen Nachbarorten wie Nieder-Moos und Bannerod. Eine größere Fluktuation der Namen begann mit den Auswanderungswellen. Die relative Kontinuität der Familiennamen und letztendlich der Ortsbevölkerung blieb aber im Grunde bis 1933 bestehen. Das Dorf Crainfeld war jedoch als Pfarr- und Gerichtsort und als Schnittpunkt mehrerer überregionaler Verkehrswege, im Unterschied zu den meisten seiner Nachbarorte, schon zuvor niemals ein von der "Außenwelt" abgeschlossener Raum gewesen. Wandernde Handwerker kamen durch das Dorf und ließen sich gelegentlich auch hier nieder, wie das Beispiel des Stammvaters der Familie Baumbach (aus Thüringen) beweist. Im Textilgewerbe wirkten bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts viele aus anderen hessischen Städten kommende Färber. Auch die vielen Handwerksgesellen aus benachbarten Ortschaften heirateten nicht selten in Crainfelder Familien ein. Ungeachtet dessen war für die meisten bäuerlichen Familien in den vergangenen Jahrhunderten Crainfeld das "Zentrum der Welt" in einem Ausmaß, wie es heute angesichts der reinen Arbeitspendler-Wohngemeinden im Vogelsberg kaum noch vorstellbar ist. Dieser relativen geringen Mobilität war nicht zuletzt auch die Existenz eines eigenen dörflichen Dialekts zu verdanken.

Die eigene Hofreite stellte den Lebensmittelpunkt und die Lebensgrundlage der Crainfelder Bauernfamilien von Generation zu Generation dar. Alle Familien versuchten, die Kontinuität der Hofbesitzer durch eine regelrechte "Heiratspolitik" zu erhalten. Der Einzelne hatte sich dem übergeordneten Ziel der Erhaltung des Hofes als Familienbesitz unterzuordnen. Die traditionelle und zugleich einzige Familienform war das "Ganze Haus", welche wir heute als mindestens drei Generationen umfassende Großfamilie umschreiben würden. Die moderne Klein- bzw. Kernfamilie wie auch die individuelle Selbstbestimmung des Einzelnen waren völlig dorffremde "Lebensentwürfe" und wurden erst nach dem Zweiten Weltkrieg, etwa ab Ende der 1950er Jahre, auf dem Land "Mode". Selbst der Begriff "Familie" als solcher wurde im dörflichen Sprachgebrauch kaum verwendet und an seiner Stelle schlicht vom "Haus" gesprochen.

Nur aus dem traditionellen Weltbild und dem überindividuellen "Hofdenken" zu verstehen ist auch die kontinuierliche Verwendung einer nur geringen Anzahl von Vornamen. Bis weit ins 19. Jahrhundert waren Doppelnahmen mit christlichem Ursprung im Gebrauch, wie z. B. Johann Heinrich, Johann Balthasar, Johann Valentin, Anna Katharina, Anna Maria oder Anna Elisabetha. Die Namenswahl erfolgte bei der Taufe durch den jeweiligen Paten des Kinders, mundartlich "Pätter" und "Gothe" bezeichnet. Der jeweilige Pate übertrug dabei "automatisch" seinen Vornamen auf das Kind. In den alten Crainfelder Kirchenbüchern findet stereotyp meist etwa folgende Bemerkung: "Gevatter war Johann Heinrich N. und wurde darum das Kind Johann Heinrich getauft". Nicht selten war der Großvater eines Hoferben der "Pätter", wodurch sich ein Vorname sehr lange in einem Haus halten. Mittels eines Namens konnte auch die Tradition eines Hofes oder eines damit verbundenen Berufsstandes weitergegeben werden. Das "Recht" des Einzelnen auf seinen individuellen Namen war unbekannt, und so konnten durchaus auch innerhalb einer Familie auch mehrere Kinder den gleichen Vornamen tragen. Individuell unterscheidbare Vornamen waren nicht zuletzt auch aufgrund der zahlreichen Unwägbarkeiten des Lebens in alter Zeit wie der hohen Kindersterblichkeit und der Bedrohung durch Seuchen und Kriege geradezu absurd. Erst nach 1900 begannen bürgerlich-städtische "Modenamen" die alte Namenswahl durch den Paten auch auf dem Lande allmählich zu verdrängen. Insbesondere die "germanischen Vornamen"  wurden seit den 1920er Jahren populär und hielten sich etwa bis Anfang der 1970er Jahre. Heute stellen übrigens Vornamen nichtdeutschen Ursprungs mehr als zwei Drittel und damit die überwiegende Mehrzahl aller Taufnamen in der Bundesrepublik Deutschland. Eine besondere Sitte nach den beiden Weltkriegen war es auch, ein Kind nach einem gefallenen Familienangehörigen (z. B. Bruder) zu benennen.

Bis in die 1820er Jahre bildete die zahlenmäßig eher kleine Gruppe der Schultheißen-, Pfarrers- und Beamtenfamilien in Crainfeld so etwas wie eine dörfliche "Elite", die sich schon aus Standesgründen von der Masse der Bauers- und Handwerkerfamilien abgrenzte und weitgehend "unter sich" blieb. Letzteres geht schon aus der Tatsache hervor, dass es bis zum Ende des Gerichts zu keinen Heiraten zwischen Angehörigen der Familien der Schultheißen und Pfarrer einerseits und der Crainfelder Bauern andererseits kam. Im 17. und 18. Jahrhundert bildeten die Crainfelder Schultheißenfamilien Ellenberger, Buff und Rübsamen und die Pfaffersfamilien Keyser, Köhler und Vigilius regelrechte "Beamtendynastien". Sie heirateten nicht selten untereinander, sofern die Ehepartner nicht anderen Beamtenfamilien der Landgrafschaft Hessen bzw. des Amtes Nidda entstammten. In den alten Crainfelder Kirchenbüchern sind die Angehörigen dieser Familien meistens schon durch ihre andersartige Namensgebung, u. a. durch Dreifach-Vornamen, hervorgehoben.

Die jüdischen Familien Crainfelds stellten bis ins 19. Jahrhundert eine rechtlich und bis zum Ende der jüdischen Gemeinde in den 1930er Jahren eine sozial und religiös abgesonderte Gruppe innerhalb des Dorfes dar. Schon wegen der geringen Größe der jüdischen Gemeinde kamen jüdische Ehepartner in den meisten Fällen von auswärts, obwohl Heiraten innerhalb der jüdischen Familien Crainfelds durchaus vorgekommen sind. Die Heiratsbeziehungen erstreckten sich nicht nur zu benachbarten oberhessischen jüdischen Gemeinden, sondern oft weit darüber hinaus (siehe Kapitel "Jüdische Gemeinde"). Wie bei den christlichen bäuerlichen Geschlechtern gab es auch jüdische Familien, die (vor 1933) schon seit Generationen in Crainfeld ansässig waren.

Die traditionelle Crainfelder Dorfgemeinschaft, nach außen geschlossen und nach innen durch ein Geflecht bäuerlicher Familien- und Sippenverbände gekennzeichnet, ist seit den 1930er Jahren nur noch Geschichte. Nachdem die alten "Beamtendynastien" schon mit dem Ende des Gerichts 1821 verschwunden waren, zwang die nationalsozialistische Diktatur die jüdischen Familien nach 1933 zum Verlassen ihrer Heimat. Während und nach dem Zweiten Weltkrieg veränderten Bombenkriegsevakuierte und Muna-Arbeiter und dann vor allem die Heimatvertriebenen aus den deutschen Ostgebieten und dem Sudetenland die dörfliche Sozialstruktur. Dann veränderte ein immer stärker werdender Prozess der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen "Modernisierung" das Dorf. Durch das Verschwinden von Landwirtschaft und Handwerk wich die traditionelle "Bodenständigkeit" einer zunehmenden örtlichen, beruflichen und sozialen Mobilität, verlor das Dorf seine Bedeutung als alleiniger Lebensmittelpunkt seiner Bewohner. Bedingt durch zahlreiche "Einheirater" und "Zugezogene" wurde die Zusammensetzung der Dorfbevölkerung zunehmend uneinheitlicher. So wandelte sich auch Crainfeld in den letzten 45 Jahren vom "Dorf" im eigentlichen Sinn dieses Wortes, nämlich einer landwirtschaftlich bestimmten Gruppensiedlung als Wohn- und Arbeitsort ihrer Bewohner, zur reinen Arbeitspendler-Wohngemeinde (ironische Bezeichnung auch "Schlafdorf"). Viele der alten und einstmals so prägenden Familiennamen sind in den letzten Jahrzehnten aus Crainfeld verschwunden. Dennoch gibt es auch heute noch Familien in Crainfeld mit einer zwischen 450 bis 150 Jahren zurückreichenden Geschichte.

 

Ausschnitt aus dem zwischen 1600 und 1632 angelegten Zinsregister der Pfarrei Crainfeld mit der ersten Erwähnung des Familiennamens Rehberger in Crainfeld.
 

Die ersten Erwähnungen von Crainfelder Ortseinwohnern

Während das Dorf Crainfeld selbst bereits 1012 erstmals eindeutig urkundlich erwähnt wird, bleiben seine Bewohner und deren Namen bis Ende des 14. Jahrhunderts regelrecht "im Dunkel der Geschichte". Dies hat seine Ursache darin, dass das Leben und auch die "Verwaltung" im Dorf des Mittelalters nicht verschriftlicht war und der Schriftlichkeit auch nicht bedurfte. Die wichtigste Quelle für die Familienforschung, die Kirchenbücher, wurden im Gebiet der Landgrafschaft Hessen erst im Gefolge der Reformation etwa seit den 1580er Jahren eingeführt. Feste Familiennamen entstanden auf dem Lande ohnehin erst ab dem 13./14. Jahrhundert aus den Hausnamen.

Die älteste bekannte Nennung von Einwohnern des Gerichts Crainfeld und damit auch des Dorfes selbst erfolgt in einer Urkunde vom 3.7.1396 über den Verkauf einer Korngülte der Kirche zu Crainfeld an das Kloster Arnsburg. Die Kirche zu Crainfeld wurde durch den Pfarrer Heinrich Kleyngedang, den Altarist Johann Wagenhusen und die beiden Baumeister der Kirche aus Grebenhain und eben Crainfeld vertreten. Als Zeugen werden in der Urkunde noch mehrere Männer des Gerichts Crainfeld aufgeführt, darunter auch der Zentgraf (Oberschultheiß) Heincze, der (Unter-) Schultheiß von Crainfeld Fricke Weydelich sowie der Schöffe Heyncze Rode von Ilbeshausen und zwei weitere Männer, bei denen es sich möglicherweise ebenfalls um Gerichtsschöffen gehandelt hat, nämlich Hans Brockeman und Wiczil Geszer. Der erstgenannte dürfte ein "Urahn" der in späteren Quellen und Kirchenbüchern überlieferten und bis weit in das 19. Jahrhundert vorhandenen Bermuthshainer Familie Brückmann gewesen sein.

In zwei riedeselischen Urkunden vom 13.10.1447 und 11.3.1470 werden ebenfalls Einwohner von Crainfeld namentlich genannt. Es handelt sich um die Gebrüder Hengkeln Henne und Heintz Mertzen sowie Pepel Mertze, die in diesen Urkunden von Hermann II. und III. Riedesel  mit verschiedenen Gütern belehnt wurden. Die Unterschiede zwischen den beiden Namen der Brüder und die Ausdrucksweise in den Urkundentexten sprechen dafür, dass es sich hier nicht um Familiennamen sondern um Hausnamen handelt. Angesichts der häufig identischen Vor- und Nachnamen besaßen Hausnamen in Dörfern wie Crainfeld noch bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts quasi "amtlichen" Charakter als individuelles Unterscheidungsmerkmal. Dennoch hat es im 15. Jahrhundert auch in Crainfeld bereits "richtige" Familiennamen gegeben. Im Weistum über die Wiederaufrichtung des riedeselischen Gerichts Moos, das während einer Fehde zwischen den Riedeseln und dem Abt von Fulda verwüstet worden war, vom 3.7.1482 wird als einer der Zeugen ein Heintz Ganß der Ältere von Crainfeld genannt. Der Name Ganß existiert in Crainfeld heute noch. Die relativ frühe, wenn auch nur vereinzelte, Nennung Crainfelder Ortseinwohner in spätmittelalterlichen Urkunden ist wiederum ein Ausdruck der besonderen Funktion als Gerichts- und Pfarrort.

Mit dem zunehmenden Ausbau einer Verwaltung durch die hessischen Landgrafen ab der Mitte des 16. Jahrhunderts begann die systematische "Erfassung" aller Einwohner des Amtes Nidda und damit auch von Gericht und Dorf Crainfeld. Die älteste Nennung einer größeren Anzahl von Einwohnern des Dorfes Crainfeld, besser gesagt eine Nennung der männlichen Haushaltsvorstände, findet sich in zwei kleinen Aktenstücken aus den Jahren 1549 und 1553. Diese enthalten die Namen aller Personen, die in den erwähnten Jahren ein so genanntes "Furstgelt" (Geld für Bauholz, Brennholz) und dergleichen entrichtet haben. Die Übergabe des "Furstgelts", eine Summe von 150 Gulden, einschließlich anderer Einnahmen der Forstbehörde im Jahr 1549 an den Oberförster Johann Buntinge durch den Crainfelder Unterförster Feltin Rasch fand am 30.12.1549 in Beisein des damaligen Schultheißen Balthasar von Jossa statt. Der Betrag war dem Rentmeister in Nidda zuzustellen. Eine ähnliche Aufstellung von 1553 wurde durch den Niddaer Rentschreiber Hans Rulman unterschrieben. In beiden Quellen werden auch die bis heute noch in Crainfeld vorkommenden Namen Oechler ("Eucheler") und Schmalbach erstmals erwähnt.

 
Einwohner im Jahr 1549: Einwohner im Jahr 1553:
1. Milchior Appels Witwe 1. Anthonius Muncker
2. Heintz Bopp 2. Henn Appel
3. Hen Eeb 3. Heintz Bopp
4. Peter Eucheler 4. Peter Eucheler
5. Heintz Eucheler 5. Mebes Eucheler
6. Hen Facien 6. Hen Facien
7. Peter Ganß, Sohn des Clauß Ganß 7. Peter Ganß, Sohn des Clauß Ganß
8. Wentzel Greff 8. Enders Gluckener, der Hirt
9. Hen Henckel 9. Ludwig Henckel
10. Bastiann Henckel 10. Peter Henckel
11. Milchior Jost 11. Michel Henckel
12. Peter Jost 12. Milchior Jost
13. Siemon Leuffer 13. Henn Jost
14. Hen Leumberger 14. Bastgen Leuffer
15. Heintz Lorey 15. Hen Leumberger
16. Herman Moller 16. Ludwig Lorentz
17. Hen Moller, gestorben 18. Ludwig Moller, Sohn des Hen Moller
18. Peter Schadt 19. Heintz Rucheler
19. Asman Schadt der Alte 20. Peter Schadt
20. Asman Schadt 21. Asman Schadt
21. Enders Schadt 22. Enders Schadt
22. Peter Scheffer 23. Heintz Schadt
23. Heintz Scheube 24. Hans Schadt
24. Milchior Schmalbach 25. Peter Scheffer
25. Bastian Schmalbach 26. Heintz Scheube
26. Hen Schmalbach 27. Hen Scheube
27. Peter Schmits Witwe 28. Milchior Schmalbach
28. Cuntz Schwinge 29. Bastian Schmalbach
29. Hen Schwinge 30. Hen Schmalbach
30. Goebert Sparwasser 31. Peter Schmalbach
31. Cuntz Stoffel 32. Heintz Schmalbach
32. Hanß Stoffel 33. Joerg Schmit
  34. Cuntz Schwinge
  35. Hen Schwinge
  36. Melcher Schwinge
  37. Goebert Sparwasser
  38. Hanß Stoffel
 

Kurz darauf erfolgte dann im Jahr 1555 auf Anordnung Landgraf Philipps des Großmütigen von Hessen eine eingehende Bestandsaufnahme und Beschreibung des herrschaftlichen Besitzes und und der Verpflichtungen der Untertanen im gesamten Amt Nidda in Form der so genannten Salbücher. Das Salbuch für das Gericht Crainfeld entstand 1556 und führt alle abgabenpflichtigen Grundbesitzer in den vier Gerichtsdörfern Crainfeld, Grebenhain, Bermuthshain und Ilbeshausen auf, sowie auch Auswärtige, denen Land in den Gemarkungen dieser Dörfer gehört. Es handelt sich somit um die älteste vollständige Auflistung aller Hofbesitzer und damit der Familiennamen in den genannten Dörfern.

Im Februar und März 1586 erfolgte durch den Niddaer Rentmeister Caspar Ziegenmeyer eine Namensaufnahme sämtlicher Einwohner des Amtes Nidda im Beisein jedes Ortsschultheißen und Ältesten mit dem Titel "Verzeichnis und Erkundung aller Manns- und Weibspersonen, welche, in der Ehe oder im Witwenstand in der ganzen Grafschaft oder Amt Nidda jetziger Zeit befunden und entweder dem Durchlauchtigen und hochgeborenen Fürsten und Herrn, Herrn Ludwig (d. Ältere von Hessen-Marburg) Leibhühner und Eigenbede, oder solchen anderen umliegenden Herrschaften jährlich geben". Das Einwohnerverzeichnis von 1586 nennt erstmals nicht nur den vollen Namen des Hofinhabers, sondern auch den seiner Ehefrau und die Zahl der Kinder. Daraus lässt sich auf die Einwohnerzahl schließen, die Crainfeld im Jahr 1586 gehabt hat, nämlich 164, darunter 71 Kinder, auf 50 Hofstellen. Des weiteren ergibt aus der Nennung des Jahres, in dem eine Person erstmals Abgaben entrichtete, das Jahr der Heirat, da dieses in der Regel mit der ersten Abgabe zusammenfiel. Die Verwandtschaft der im Einwohnerverzeichnis genannten Personen mit solchen aus den vorherigen oder späteren Quellen kann allerdings aufgrund der Häufigkeit bestimmter Familiennamen nicht exakt festgestellt werden. Auf Verwandtschaftsverhältnisse wird in dem Verzeichnis nur in Ausnahmefällen hingewiesen.

 
Abgabepflichtige im Jahr 1556: Einwohner im Jahr 1586:
Chuntz Lewer 1. Heintz Schwing, Wr., E. Dey (+ 1576), K. 5, 2 vh.
Henne Jost 2. Hen Joist, Wr., E. (+ 1572), noch 1
Heintz Schmalbach 3. Hen Schmalbach (A 1576), E. Anna
Hans Stoffel 4. Heintz Schmalbach, Wr., E. Anna (+ 1585), K. 4 , 3 vh.)
Heintz Scheube 5. Asmus Schmalbach, S. v. 4.), E. - aus Grebenhain 1585
Henn Schmalbach 6. Balthes Ganß We., zugezogen 1584
Henn Meynhart zu Rademole 7. Charle Stoffel, E. Kein, K. 0
Henn Loenberger 8. Velten Schmidt (A 1582), E. Catharin, K. 1
Hen Meynhart zu Obermoß 9. Ludwig Scheffer, E. Elß, K. 0
Henn Apel 10. Peter Reunings We.
Henn Schelle zu Banrode 11. Cloß Schnorre (A 1576), E. Merga ∞ 1585, K. 0
Heintz Schade 12. Michel Newemanns We., E. -, K. 4, 3 vh. (S. Velten)
Heintz Ochler 13. Peter Uchler (A 1571), E. Crein, K. 2
Heintz Ochlers Peter 14. Georg Ganß (A 1580), E. Anna, K. 2 ldg.
Heintz Ochlers Hans 15. Heintz Schadt (A 1577), E. Gela, K. 2
Henn Scheube 16. Peter Gans, E. Barb, K. 3 (1 vh.)
Henn Retger zu Haintzell 17. Hans Ritter (A 1585), E. Gela, K. 0
Hans .... zu Obermoße 18. Hen Pfordtner (A 1572), E. Gunth, K. 2
Johannes Schade zu Lichenrode 19. Clais Pfordtner (A 1568), E. Anna, K. 2
Jung Muller Hen 20. Hen Fleyscher (A 1584), E. (1) Margarethe (+ 1584), (2) ... aus Herbstein, K. 4
Ludwigk Lorey 21. Hans Schade (A. 1585), E. Elß, K. 0
Ludwigk Schade zu Obermoße 22. Enders Moller, E. Anna, ∞ 1586, K. 0
Ludwigk Henckel 23. Bastgen Ganß (+ 1584) We., -
Ludwigk Muller 24. Claß Facien (+ 1583) We., -, K. 5
Johannes Schade zu ... 25. Hen Appel, E. Kunna, K. 0
Jung Bop Heintz 26. Hen Henckel (A 1583), E. Konna, K. 0
Jung Peter Ochler 27. Ludwig Moller, E. Anna, K. 3
Josts Herman 28. Clais Kluppel (A 1576), E. Barbara, K. 1
Johannes Ochler 29. Hen Laumberger (A 1556), E. Kunna, K. 0
Jacob Jungker zu Obermoße 30. Claiß Schwing (A 1585), E. Merga, K. 0
Jung Hen Loenberger 31. Hen Schedel (A. 1575), E. Barba, K. 5
Melchior Jost 32. Bastgen Schwing (A 1580), E. Anna, 2 K.
Webs Ochlers Johannes 33. Peter Uchler (A 1566), E. Gela, K. 3, 1 vh. zu Crainfeld
Melchior Schwinge 34. Hen Schmalbach (A 1585), E. Elsa, K. 0
Mattes Hens Kinde 35. Hans Henckel (Abgabe 1577), Ehefrau Gela, 3 Kinder
Michel Henkel 36. Jacob Feller, zugezogen 1585 aus Schlitz, E. Anna
Michel Sparwasser 37. Wendel Braun (A 1581), E. Anna
Michel Rule 38. Siemon Scheib (A 1573), E. Crein, K. 4
Mattes Hens Michel 39. Paul Gambach aus Sichenhausen, E. Crein (A 1585), K. 3, aus 1. Ehe
Valtin Sparwasser 40. Melchior Stoffel (Abgabe 1566), Ehefrau Elß, 1 Kind
Peter Bloß 41. Bastgen Pheling, S. d. Pfarrers Karl Ph. zu Crainfeld, E. (S), aus Moos, ∞ 1585
Peter Ganß 42. Wendel Schmidt (A 1581), E. Gretha, K. 1
Peter Schwinge 43. Heintz Poppen (A 1580) Wwe., -, K. 0
Paul Leuffer 44. Aßmus Stoffel (A 1556), E. Gela, K. 4, 2 vh.
Peter Deucher 45. Peter Hergott, Hans Stoffel Nachfahr, E. (2) Margreth, K. 0
Peter Schade von ... 46. Peter Schade (A 1579), E. Eva, K. 1
Peter Henckel 47. Aßmus Stoffel jun., 1586, E. Elsa, K. 0
Paul Henckel von Borgharts 48. Milchior Schwing, E. Anna, K. 1 T., vh. mit 49
Peter Schade zu Radmole 49. Heintz Weygandt (A 1585), E.Elsa, K. 4
Peter Dytze zu Nidermoße 50. Carle Reunigk, S. v. 10 (S), E. Elß Mertz aus Grebenhain, ∞ 1585, K. 0
Peter Reunigk  
Stoffel Schmalbach  
Scheffer Peter  
Simon Leuffers Witwe  
Simon Mainer zu Vaytshain  
Schmits Jorge  
Wendel Ochler  
Wetzel Scheffer  
 

Alle Personenverzeichnisse aus dem 16. Jahrhundert stellen im Grunde nur "Momentaufnahmen" der Bevölkerung des Dorfes (und Gerichtes) Crainfeld dar. Die Abstammung der dort genannten Ortseinwohner wird nur in seltenen Fällen erwähnt. Die Quellensituation in dieser Hinsicht änderte sich grundlegend erst mit der Einführung von Kirchenbüchern, in denen Geburten, Todesfälle und Heiraten usw. vermerkt wurden und aufgrund derer auf die Abstammung von Personen geschlossen werden kann. Kirchenbücher sind daher die wichtigste Quelle für den Ahnenforscher bzw. Genealogen bei der Erstellung von Stammbäumen und Ahnentafeln. Auf dem Gebiet der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt wurde das Führen von Kirchenbüchern durch den örtlichen Pfarrer seit den 1580er Jahren üblich. Sehr wahrscheinlich wurde auch in der Pfarrei Crainfeld schon Ende des 16. Jahrhunderts, also zum selben Zeitpunkt wie der Erstellung des Einwohnerverzeichnisses von 1586, ein Kirchenbuch geführt. Dennoch ist es heute in der Regel leider nicht möglich, die Abstammung von Crainfelder Familien über die Mitte des 17. Jahrhunderts hinaus zu verfolgen.

Bei der Zerstörung von Crainfeld im Dreißigjährigen Krieg am 1.6.1622 wurden, wie der damalige Pfarrer Philipp Dippelius in späteren Aufzeichnungen erwähnte, alle im Pfarrhaus aufbewahrten Bücher ein Raub der Flammen und damit auch das Kirchenbuch. Eine (erhaltene) Neufassung des Kirchenbuches erfolgte erst wieder nach dem Ende dieses Krieges im Jahr 1659. Dennoch sind auch für die Zeit des Dreißigjährigen Krieges die Namen der Crainfelder Ortseinwohner überliefert, so etwa in dem 1625 angelegten oberhessischen Kriegsschadensverzeichnis und in dem 1600-1632 niedergeschriebenen Register über die Zinsen und Gefälle der Pfarrei Crainfeld. Eine Kriegsschadensliste von 1640 nennt die Geschädigten und die Höhe des ihnen zugefügten Schadens. Viele der hier erwähnten Familiennamen finden sich auch in dem wenig später wieder erneuerten Kirchenbuch wieder.

 

Einwohner im Jahr 1600 Einwohner im Jahr 1640
1. Asmus Schadt 1. Conrad Peter, Förster  130 fl.
2. Asmus Henner 2. Der Schultheiß Joh. Nicolaus Ellenberger (Bargeld 15 fl.) 139 fl.
3. Catharin Öcheler 3. Heinz Reheberk  35 fl.
4. Clos Braun 4. Velten Euchler  47 fl.
5. Andreas Blum 5. Velten Reheberk  26 fl.
6. Bast Jost 6. Hen Leuffer  40 fl.
7. Bast Leffeler 7. Henrich Döll  7 fl.
8. Asmus Stoffel 8. Claus Leuffer  63 fl.
9. Adam Dulges 9. Henrich Hornung  89 fl.
10. Heintz Schmalbach 10. Lenz Leinweber  63 fl.
11. Bast Stoffel 11. Melchior Euchler  55 fl.
12. Balthes Scheffer 12. Melchior Ickes  4 fl.
13. Bast Schwing 13. Bast Schmalbach  59 fl.
14. Balthes Heutzenröder 14. Bast Heutzenröder  84 fl.
15. Bast Euchler 15. Stoffel Hornung  59 fl.
16. Carle Reuningk 16. Heinz Heutzenröder Gerichtsschreiber (Schlosserwerkzeug)  75 fl.
17. Carle Ruel 17. M. Philippus Dippelius Pfarrer (H. in Berstadt v., Bücher)  524 fl.
18. Karl Reinigk 18. Bast Möller  105 fl.
19. Claß Leufer 19. Bast Leuffer  63 fl.
20. Cloß Möller 20. Lenz Blum  19 fl.
21. Bast Hefner 21. Cunz Leffeler  38 fl.
22. Bast Schwing 22. Michael Küppel
23. Caspar Weygel 23. Lorenz Rauber
24. Clas Goetz 24. Bast Heutzenröder der Müller  59 fl.
25. Georg Schad 25. Hans Jost  39 fl.
26. Caspar Wiegand 26. Kirche  6 fl.
27. Dietz Henckel  
28. Adam Reuning  
29. Els Schäubin  
30. Clos Hornung  
31. Heintz Rehebergk  
32. Adam Heintz Henkel  
33. Hans Leuffer  
34. Melchior Heydt  
35. Carl Stoffel  
36. Georg Gans  
37. Hen Schwing  
38. Georg Gans  
39. Hen Schmalbach der Alte  
40. Heintz Wiegand  
41. Heintz Rehebergs  
42. Hanns Schadt  
43. Heintz Schadt  
44. Jörg Steib  
45. Heintz Schaadt  
46. Georg Öcheler  
47. Henn Blum  
48. Heintz Schmitt  
49. Heintz Löffler  
50. Henn Waygel  
51. Henn Schmolbach der Jung  
52. Hanß Clipperts Witwe  
53. Henn Schmidt  
54. Henn Henkell  
55. Henn Schadt  
56. Hantz Schadten Wittieb  
57. Hanns Henekell  
58. Heintz Heutzenröder  
59. Henn Ocheler  
60. Hanns Scheffer  
61. Hanns Reisch  
62. Henn Hennckels Kinder  
63. Melchior Wiegandt  
64. Henn Leinbergers Witwe  
65. Ludwig Scheffer  
66. Melchior Ganß  
67. Ludwig Reuning  
68. Dietrich Schmidt  
69. Ludwigk Weygandt  
70. Ludwigk Möller  
71. Ludwigk Euchler  
72. Melchior Leuffer  
73. Peter Schaden Kinder  
74. Peter Ganßen Witwe  
75. Peter Schadt  
76. Peter Zihr  
77. Peter Euchler der Alte  
78. Peter Euchler der Jung  
79. Paulus Rölß Hanßen der Förster  
80. Peter Diehm  
81. Stephan Schaub  
82. Stoffell Stoffel  
83. Valtenn Schadt  
84. Wendell Braun  
85. Wendell Schmidt  
86. Werner von Lehn Oberforstmaister  
87. Milchior Gans  
88. Melcxhior Ickes  
89. Michael Jockell  
90. Milchior Herolt  
91. Stoffel Schmalbach  
92. Melchior Schaub  
93. Enders Schaub