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Girschels |
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| Auf dieser 1958 entstandenen Aufnahme der Gastwirtschaft "Zur Eisenbahn" ("Schreiersch") ist rechts auch das Haus "Girschels" zu sehen. Zum Aufnahmezeitpunkt befand sich das Anwesen längst nicht mehr im Besitz der 1934 in die USA emigrierten jüdischen Metzgerfamilie Sommer, sondern diente als Unterkunft für heimatvertriebene Familien. |
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| Hausnummern: 1820 Haus Nr. 2, 1862 Haus Nr. 4, 1900 Hauptstraße 8, 1961 Bahnhofstraße 17, 1978 Frankfurter Straße 17 |
| Bedeutung des Hausnamens: Es liegen noch keine Angaben vor. |
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Interessantes: In dem Anwesen wurde durch die jüdische Familie Sommer
bis zu deren Emigration 1934 die erste und bis dahin einzige hauptberufliche
Metzgerei in Crainfeld betrieben. Bereits 1905 erfolgte zu diesem Zweck der
Anbau eines separaten modernen Schlachthauses. Nach der Auswanderung von Salomon Sommer und seiner Familie in die USA und dem anschließenden Verkauf wurde das Haus in Mietswohnungen aufgeteilt und nach 1945 von heimatvertriebenen Familien bewohnt. Ab den 1960er Jahren war es unbewohnt und wurde im Zuge der Dorferneuerung 1984 abgebrochen. Die Gartenumzäunung sowie ein Teil der Stallwand blieben bis heute erhalten. |
| Hausbesitzer: |
| 1820 Johann Balthasar Ruhl, Bauer, aus Crainfeld |
| 1839 Gottlieb Sommer (Kauf), Handelsmann, aus Crainfeld |
| 1875 Johannes Jäger (Kauf), Schreinermeister, aus Salz |
| 1879 Abraham Sommer II. (Kauf), Handelsmann + Metzger, aus Crainfeld ("Wänersch" Haus) |
| 1892 Feist Sommer II. (Sohn), Metzger |
| 1924 Salomon Sommer (Sohn), Metzger |
| 1934 Heinrich Müller II. (Kauf) Landwirt, aus Crainfeld ("Peterjes") |
| 1945 Lina Müller Witwe geb. Schäfer, Witwe von Heinrich Müller II. |
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