Götzjes

 

Postkarte von "Götzjes" (ab 1936 "Seiherts") aus den 1930er Jahren, wohl nach der Übernahme des Anwesens durch die Familie Scholtes entstanden.
 
Hausnummern: 1820 Haus Nr. 29, 1862 Haus Nr. 30, 1900 Hauptstraße 51, 1961 Hauptstraße 21, 1978 An der Cent 21
 
Bedeutung des Hausnamens: Wahrscheinlich benannt nach Götz Zimmermann in Grebenhain, dem Vater von Albert Zimmermann. Möglicherweise wurde der Hausname jedoch bereits vorher verwendet, da das Haus schon vor 1929 einer Familie Götz gehörte. Nach dem Verkauf 1936 erhielt das Anwesen den neuen Namen "Seiherts" vom bisherigen Wohnhaus des neuen Hausbesitzers Heinrich Scholtes II..
 
Interessantes: Der Hausbesitzer Albert Zimmermann war zusammen mit seinem Vater Götz Zimmermann Inhaber einer Textilhandlung in seinem Elternhaus in Grebenhain. Er emigrierte 1936 mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten. Im Jahr darauf starb sein in Grebenhain lebender Vater, der als letzter auf dem Jüdischen Friedhof von Crainfeld bestattet wurde.

Der Sohn des ersten bekannten Hausbesitzers Johannes Meinhardt baute 1836 das nahe Haus "Annekinne", wohin auch der Vater zog. Bis 1911 war das "Götzjes" Haus nur eineinhalbstöckig.

 
Hausbesitzer:
 
1820 Johannes Meinhardt, Schneider, aus Crainfeld
1836 Christoph Rauber (Kauf), Schneider + Hirt + Feldschütz, aus Crainfeld ("Koathereins")
1869 Balthasar Götz II. (Kauf), Schuhmacher, aus Crainfeld ("Veldese" Haus)
1886 Heinrich Götz I. (Sohn), Schuhmachermeister
1918 Heinrich Götz II. (Sohn), Landwirt
1929 Albert Zimmermann (Kauf), Kaufmann, aus Grebenhain ("Götzjes")
1936 Heinrich Scholtes II. (Kauf), Landwirt, aus Crainfeld ("Seiherts")
1962 Karl Scholtes (Sohn), Arbeiter + Landwirt
 

zur Übersicht