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Die Crainfelder Häuser und Höfe |
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| Ältester Ortsplan von Crainfeld auf dem Parzellhandriss der Flur I von 1832, gezeichnet durch den Geometer Knewitz, mit einigen Nachträgen von erst ab den 1830er Jahren neu erbauten Häusern. | |||
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Die Besitzer der Crainfelder Hofreiten 1820 - 1971 Zu den interessantesten Aspekten der Vergangenheit Crainfelds gehört zweifellos die Geschichte der alten Bauernhöfe und ihrer Bewohner. In Crainfeld kann die Besitzerfolge der meisten alten Hofreiten weiter als bei anderen Orten der Umgebung zurückverfolgt werden. Dies ist dem 1722 angelegten und bis heute erhaltenen Steuerbuch der Gemeinde Crainfeld zu "verdanken". Natürlich sind einige der "alten" Crainfelder Häuser erst nach 1722 neu gebaut und wiederum andere schon vor weit vor 1900 wieder abgebrochen worden, wie auch die Tradition etlicher Anwesen wohl auch weit vor 1722 zurückreicht. Die nächstfolgende Quelle ist ein im Jahr 1820 entstandenes Besitzkataster der "Hofraithen und Mühlen zu Crainfeld". Wichtig sind weiterhin die jeweils 1862, 1900 und 1961 neu angelegten Feuerversicherungsbücher bzw. Brandkataster. 1936/37 schuf der damalige Pfarrer Alfred Mitzenheim anhand der oben genannten Quellen ein Hofbuch der Gemeinde Crainfeld, das unter der Bezeichnung "Die Steinerne Chronik von Crainfeld" auch auszugsweise in der damaligen kirchlichen Monatszeitung für das Kirchspiel Crainfeld, den "Heimatglocken", veröffentlicht wurde. Wie das von 1934-1937 entstandene Familienbuch der Pfarrei Crainfeld ("Geschlechtsregister") ist auch dieses Werk nicht vom politischen Hintergrund und dem nationalsozialistischen "Ariernachweis" zu trennen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gerieten die Forschungen Mitzenheims rasch in Vergessenheit. Auch in dem 1987 erschienen Heimatbuch von Friedrich Müller wurde die Besitzgeschichte der Crainfelder Hofreiten nicht behandelt. Diese Seite macht diese daher zum ersten Mal seit sieben Jahrzehnten wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Basis sind die zur Verfügung stehenden Originalquellen. Die dargestellte Besitzgeschichte geht dabei zunächst bis ins Jahr 1820 zurück. In der Zukunft wird diese bis 1722 erweitert werden. In den vergangenen drei Jahrhunderten haben die alten Crainfelder Hofreiten viele Menschen und Schicksale kommen und gehen sehen. So manches Haus ist aufgrund unterschiedlicher Schicksalsschläge oder Überschuldung, Auswanderung und Emigration mehrmals verkauft worden. Eine nicht unwesentliche Anzahl befand sich aber noch Anfang der 1930er Jahre schon seit vielen Generationen im Besitz einer Familie oder war seit 1722 und früher immer auf dem Erbweg von einer Generation auf die nächste weitergegeben worden. Die Auflösung der traditionellen Dorfbevölkerung begann im Fall von Crainfeld schon 1933 mit der faktischen Vertreibung der jüdischen Minderheit, die zeitweise immerhin ein Fünftel der Ortsbevölkerung gestellt hatte und setzte sich nach 1945 durch die Ansiedlung heimatvertriebener Familien aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten fort. Vollends drängte der wirtschaftliche Strukturwandel mit dem "Bauernsterben" und der erhöhten Mobilität die traditionelle "Bodenständigkeit" der Dorfbevölkerung zurück. Dennoch gibt es in Crainfeld auch heute noch einige wenige Häuser, die auf über 100, 200 oder sogar 300 Jahre in Familienbesitz zurückblicken können. Wie in jedem Dorf kannte man auch in Crainfeld früher jedes Haus und seine Besitzerfamilie unter dem eigenen individuellen Hausnamen. Die Hausnamentradition ist älter als diejenige der Familiennamen, die sich in Deutschland erst seit dem 12. und 13. Jahrhundert herausbildeten. Aufgrund der Gleichheit vieler Vor- und Familiennamen im Dorf war der Hausname als Unterscheidungsmittel quasi unverzichtbar. Erst seit 1821 gab es die amtlichen Beizeichen als Namensbestandteil eines Ortsbürgers, die Anfang der 1950er Jahre abgeschafft wurden. Hausnamen gingen im wesentlichen auf Familien- und Vornamen eines früheren Hausbesitzers, auf Berufsbezeichnungen, den Standort des Hauses, oder eine besondere Eigenschaft einer Person zurück. Sie schlossen alle in einem Haus lebenden Menschen und Generationen ein, ebenso die zum Hof gehörenden Äcker, Wiesen und das Vieh. Hausnamen konnten mitunter Jahrhunderte in Gebrauch sein, auch wenn die namensgebende Person längst vergessen war. Bei Umzügen innerhalb des Dorfes, wie sie vor allem im 19. Jahrhundert aufgrund der vielen Auswanderungen und Hausverkäufe vorkamen, wurden nicht selten auch die Hausnamen ins neue Haus "mitgenommen". Amtliche Hausnummern wurden in Crainfeld erst 1820 mit der Anlage eines Besitzkatasters eingeführt und durch das Brandkataster 1862 geändert. Amtliche Straßennamen wurden in Crainfeld dann im Jahr 1900 eingeführt. Diese ältesten Straßennamen waren die Hauptstraße, die Nebenstraße, und die Kreuzstraße. 1961 wurden dann neue Straßennamen eingeführt: Bahnhofstraße (heute: Frankfurter Straße), Grebenhainer Straße (heute: Im Haigen), Hauptstraße (heute: An der Cent), Hofweg, Kreuzstraße, Märzwiesenweg, Nebenstraße, Pfingstweg. Einige dieser Straßennamen wurden nach der Gebietsreform geändert und durch die Neubaugebiete kamen ab den 1990er Jahren neue Namen hinzu. Seit 2009 ist es übrigens für den Besucher von Crainfeld möglich, die verschiedenen Hausnamen der Anwesen vor Ort zu erfahren. Im Rahmen des 75-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr und des Kreisfeuerwehrtages erhielt die Mehrzahl der alten und auch einige der neueren Häuser Hausnamensschilder, welche deutlich sichtbar angebracht sind. Crainfeld ist der erste Ortsteil von Grebenhain, in dem die Hausnamen auf diese Weise flächendeckend öffentlich gemacht und somit vor der Vergessenheit bewahrt werden. Die folgende Liste enthält alle alten Häuser in Crainfeld, die im Jahr 1932, vor der nationalsozialistischen "Machtergreifung", bestanden, mit den damals verwendeten Hausnamen. Enthalten sind auch einige bedeutende Nicht-Wohngebäude. Die moderne Bebauung und insbesondere die Neubaugebiete seit Anfang der 1990er Jahre wurden nicht berücksichtigt. Bei jedem einzelnen Haus sind die Besitzer und ihre Berufe im Zeitraum von 1820 bis 1971 angegeben. Auf jeder einzelnen Seite findet man außerdem auch eine historische Ansicht des Hauses und Informationen zum Hausnamen. Die Angaben zu den Besitzern beruhen auf den oben erwähnten Quellen. Die bei den Besitzern genannten Jahreszahlen beziehen sich auf das Jahr von Überschreibung bzw. Kaufes des Hauses oder das Heiratsjahr. Für genauere Informationen zu einem Haus einfach auf den Hausnamen oder die danebenstehende aktuelle Hausnummer klicken! |
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| Hausnummer (aktuell): | Hausname (historisch): | ||
| An der Cent 1 | Kejherts | ||
| An der Cent 2 | Michelhennerjes | ||
| An der Cent 3 | Zöllersch | ||
| An der Cent 4 | Bäckersch | ||
| An der Cent 6 | Ratzammels | ||
| An der Cent 8 | Afrömjes | ||
| An der Cent 9 | Christöffeljes | ||
| An der Cent 11 | Kippeljes | ||
| An der Cent 14 | Eirichs | ||
| An der Cent 15 | Schwarzhaupts | ||
| An der Cent 16 | Hofmanns | ||
| An der Cent 17 | Seiherts | ||
| An der Cent 18 | Itzigs | ||
| An der Cent 19 | Schäddels | ||
| An der Cent 20 | Schorschjes | ||
| An der Cent 21 | Götzjes | ||
| An der Cent 22 | Schreierjes | ||
| An der Cent 23 | Schoumersch | ||
| An der Cent 24 | Stroaßewärtersch | ||
| An der Cent 25 | Gemoane Haus | ||
| An der Cent 26 | Götzjes | ||
| An der Cent 27 | Dicke | ||
| An der Cent 28 | Annekinne | ||
| An der Cent 30 | Schneiderjes | ||
| Frankfurter Straße 1 | Grebjes | ||
| Frankfurter Straße 2 | Jiddeschusterjes | ||
| Frankfurter Straße 3 | Kadaljes | ||
| Frankfurter Straße 4 | Nades | ||
| Frankfurter Straße 5 | Roasche | ||
| Frankfurter Straße 6 | Roasche | ||
| Frankfurter Straße 7 | Meiersch | ||
| Frankfurter Straße 9 | Schustervelljes | ||
| Frankfurter Straße 10 | Ratzpetersch | ||
| Frankfurter Straße 11 | Schneidersch | ||
| Frankfurter Straße 12 | Raubersch | ||
| Frankfurter Straße 13 | Färbersch | ||
| Frankfurter Straße 14 | Liesjes | ||
| Frankfurter Straße 15 | Peterjes | ||
| Frankfurter Straße 16 | Abrahams | ||
| Frankfurter Straße 17 | Girschels | ||
| Frankfurter Straße 18 | Wänersch | ||
| Frankfurter Straße 19 | Schreiersch | ||
| Frankfurter Straße 20 | Wänersch | ||
| Frankfurter Straße 21 | Pauls | ||
| Frankfurter Straße 22 | Linneboste | ||
| Frankfurter Straße 23 | Franze | ||
| Frankfurter Straße 30 | Liederelse | ||
| Frankfurter Straße 34 | Bahnhof | ||
| Im Haigen 1 | Moadjes | ||
| Im Haigen 2 | Schmieds | ||
| Im Haigen 3 | Schoulhaus | ||
| Im Haigen 4 | Schorschjes | ||
| Im Haigen 8 | Minkerjes | ||
| Im Haigen 18 | Lichthäusje | ||
| Karl-Schmalbach-Straße 1 | Ennersjes | ||
| Kreuzstraße 1 | Gänslangersch | ||
| Kreuzstraße 1 | Mechels | ||
| Kreuzstraße 2 | Deichschneidersch | ||
| Kreuzstraße 4 | Kirche | ||
| Kreuzstraße 5 | Matthese | ||
| Kreuzstraße 7 | Koppels | ||
| Kreuzstraße 8 | Färbhaus | ||
| Kreuzstraße 9 | Synagoge | ||
| Kreuzstraße 10 | Feistjes | ||
| Kreuzstraße 11 | Jeegels | ||
| Kreuzstraße 12 | Krommese | ||
| Kreuzstraße 13 | Gerbets | ||
| Kreuzstraße 14 | Mengersch | ||
| Kreuzstraße 15 | Wennheckerts | ||
| Kreuzstraße 16 | Bergbalzerjes | ||
| Kreuzstraße 17 | Jule | ||
| Kreuzstraße 18 | Hambaste | ||
| Märzwiesenweg 2 | Siebhannesjes | ||
| Märzwiesenweg 4 | Brandeweis | ||
| Nebenstraße 1 | Hoabichs | ||
| Nebenstraße 2 | Lenze | ||
| Nebenstraße 3 | Schneiderbaste | ||
| Nebenstraße 4 | Kannsmusjes | ||
| Nebenstraße 6 | Heckenanne | ||
| Nebenstraße 6 | Sallys | ||
| Nebenstraße 7 | Poarrhaus | ||
| Nebenstraße 8 | Muhrsch | ||
| Nebenstraße 9 | Leebs | ||
| Nebenstraße 11 | Tränkpetersch | ||
| Nebenstraße 12 | Brückehannese | ||
| Nebenstraße 14 | Miechels | ||
| Nebenstraße 16 | Schüßlersch | ||
| Nebenstraße 16 | Fischersch | ||
| Nebenstraße 18 | Lufte | ||
| Nebenstraße 19 | Zentrasmusse | ||
| Nebenstraße 20 | Nathans | ||
| Nebenstraße 21 | Koathereins | ||
| Nebenstraße 23 | Schefferjes | ||
| Nebenstraße 23a | Schefferjes | ||
| Nebenstraße 25 | Schoulbästjes | ||
| Nebenstraße 27 | Veldese | ||
| Nebenstraße 29 | Budnersch | ||
| Pfingstweg 6 | Pingstwegs | ||
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