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Die Jüdische Gemeinde Crainfeld |
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| Benjamin Bär (mit Ehefrau Fanny geb. Meier und seinen Kindern um 1880. Er wohnte in dem Vorgängerhaus des Gasthauses "Zum Hessischen Hof". Die Fotografie ist eines der ältesten erhaltenen Crainfelder Familienbilder überhaupt. | ||
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Die jüdischen Familien und ihre Häuser Anfang 1933 bestand die jüdische Gemeinde Crainfeld aus 18 Familien, von denen 15 am Sitz der Gemeinde in Crainfeld wohnten sowie zwei Familien im Nachbardorf Grebenhain und eine im ebenfalls benachbarten Bermuthshain. Wie es traditionell für jüdische Landgemeinden üblich war, lebten diese Familien überwiegend vom Viehhandel oder von einem Ladengeschäft. Daneben gab es aber auch zwei Metzger und sogar einen Gastwirt. Zur Selbstversorgung betrieben alle jüdischen Familien, wie sämtliche anderen Dorfeinwohner, noch etwas Landwirtschaft. Eine "Judengasse", wie sie aus anderen oberhessischen Dörfern, etwa dem bei Alsfeld gelegenen Angenrod, oder aus Städten überliefert ist, hat es in Crainfeld nachweislich nie gegeben. Hierfür war auch die jüdische Bevölkerung vor der rechtlichen Gleichstellung der Juden zu gering. Die Häuser der jüdischen Familien in Crainfeld und Grebenhain befanden sich zerstreut über das ganze Dorf, in Bermuthshain wohnte ohnehin nur eine einzige jüdische Familie. Schon die ersten im Jahr 1625 erwähnten Juden in Crainfeld sollen über eigene Häuser verfügt haben. Der Hausname "Koppels" wurde von dem Heimatforscher Friedrich Müller auf einen der damals genannten Juden zurückgeführt. Die drei im Ortskataster von 1820 aufgeführten Häuser mit jüdischen Besitzern waren die Hofreiten "Sallys" (damals Jud Amschels Witwe) und "Feistjes" (damals Levi Stein) sowie ein neben "Mengersch" befindliches und um 1827 abgebrochenes Haus mit der Nr. 57 (damals Jud Süssel Sommer). Allen diesen Häusern gemeinsam war ihre geringe Größe mit nur einem Stockwerk, welches bereits auf nicht gerade hohen Wohlstand der Besitzer und in gewisser Weise auch auf ihre rechtlich niedere Stellung innerhalb der Dorfbevölkerung hinweist. Feste (bürgerliche) Familiennamen trugen die Juden im Großherzogtum Hessen seit 1808, als dieses gesetzlich angeordnet wurde. In der jüdischen Gemeinde Crainfeld waren die Namen Sommer und Stein besonders häufig. Es gab Angehörige der zwei historisch überlieferten jüdischen "Stämme": Stamm Levi und Stamm David. Alle jüdischen Familien in den drei Orten besaßen ebenso wie die christlichen Familien einen Hausnamen. Verglichen mit der christlichen Dorfbevölkerung war das Einzugsgebiet der jüdischen Gemeinde, zu erkennen an den Herkunftsorten der in Crainfeld eingeheirateten Juden, riesig. Es reichte über Orte wie Schotten, Kefenrod, Salmünster, Orb und Vollmerz bis nach Fulda und Jena. Dies zeigt ein ganz anderes Heiratsverhalten an als bei den örtlichen Bauern, deren Ehepartner meist aus dem eigenen Dorf stammten. Jüdische Ehen in Crainfeld kamen in der Regel mittels eines Heiratsvermittlers ("Schadchen") zustande, da angesichts der Entfernungen auch häufig keine andere Möglichkeit gegeben war, einen potentiellen jüdischen Ehepartner kennen zu lernen. Aus dem gleichen Grund lag das Heiratsalter meist höher als bei den christlichen Altersgenossen. Jüdische Mädchen mussten einen Beitrag zur Gemeinde bezahlen, wenn sie "geschadchet" (verheiratet) wurden. Jüdische Heiraten fanden immer im Wohnhaus bzw. am Wohnort der Braut statt, ungeachtet dessen, wo die Eheleute später ihren Wohnsitz nahmen. Die jüdischen Familien von Crainfeld, Grebenhain und Bermuthshain sind fast ausnahmslos durch Kauf in den Besitz ihrer Häuser gekommen. Es handelte sich dabei um gewöhnliche Bauernhäuser, die sich im Grunde nicht von den übrigen Häusern unterschieden. Jedes jüdische Haus hatte ein Röhrchen an der rechten oder linken Seite im Türrahmen, die "Messudah", in welcher auf einer Pergamentrolle das jüdische Glaubensbekenntnis aufbewahrt war. Letzteres trugen die Männer der streng orthodoxen Gemeinde auch in einem umgehängten Leibchen über der Brust. Eine einzige jüdische Familie in Crainfeld musste zur Miete wohnen. Im folgenden eine Beschreibung aller jüdischen Familien am Vorabend der nationalsozialistischen Machtübernahme. Diese Aufstellung ist noch unvollständig und lückenhaft, kann aber im Laufe der Zeit hoffentlich weiter vervollständigt werden. |
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Der letzte Überrest vom Haus "Girschels" im Jahr 2004. |
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Familie Salomon Sommer - Hausname "Girschels" Das Haus "Girschels" stand an der Hauptstraße (Frankfurter Straße ) zwischen dem heutigen Gasthaus "Vogelsberger Hof" (Hausname "Schreiersch"), damals "Zur Eisenbahn", und dem Haus ""Peterjes". 1879 kaufte es der Metzger Abraham Sommer, doch konnte das Anwesen bereits vorher auf eine lange Besitzgeschichte zurückblicken. Bis 1839 gehörte die Hofreite dem Bauern Johann Balthasar Ruhl. Dann kaufte sie Gottlieb Sommer, Sohn des Alexander Sommer zu Crainfeld, womit das Anwesen erstmals einen jüdischen Besitzer hatte. 1875 erwarb der Schreinermeister Johannes Jäger aus Salz, der mit einer Frau aus Crainfeld verheiratet war, das zweistöckige quergeteilte Einhaus um es dann vier Jahre später an Abraham Sommer zu verkaufen. Das nunmehr "Girschels" genannte Haus blieb dann in den nächsten drei Generationen im Besitz der Familie Sommer. 1889 ging das Haus auf dem Erbweg an den Sohn Feist Sommer II. (geb. 1862) über und 1924 an den Enkel Salomon Sommer (geb. 25.9.1892). Die Familie lebte ausschließlich von der Metzgerei, die abgesehen von der im benachbarten Gasthaus "Zur Eisenbahn" betriebenen die einzige Metzgerei in Crainfeld vor 1933 war. Dafür gab es hinter dem Haus ein eigenes Schlachthaus. Im Crainfelder Wasserzählerablesebuch von 1910 wird Feist Sommer II. ausdrücklich als "Rindsmetzger" erklärt, was sich daraus erklärt, dass Schweine nach den jüdischen Religionsgesetzen als unreine Tiere gelten und nicht verzehrt werden dürfen. Aus diesem Grund lehnte er es ab, Schweine zu schlachten. Salomon Sommer war Schächter der jüdischen Gemeinde. Er besaß auch ein Motorrad, mit dem er Kunden in der Umgebung direkt belieferte. Am 4.10.1934 meldete sich Salomon Sommer mit seiner Ehefrau Klara (geb. 4.10.1896) und dem Sohn Erwin (geb. 27.7.1927) ab und emigrierten in die Vereinigten Staaten von Amerika. Die Großelterngeneration Feist Sommer II. (geb. 13.6.1862) und Theresia (geb. 17.6.1862) meldete sich am 22.2.1936 nach Kirtorf ab, ihr Schicksal ist unklar. Das Haus "Girschels" war schon 1934 an den Nachbarn Heinrich Müller IX. ("Peterjes") verkauft worden und wurde in der Folge mehrfach vermietet. Nach 1945 wohnte dort die heimatvertriebene Familie Zettel. Salomon Sommer war mit seiner Familie nach dem zweiten Weltkrieg noch einmal zu Besuch in Crainfeld und stand in brieflichem Kontakt mit den früheren Nachbarn. Nach Kriegsende schickte er sogar Geld (Dollars) an ehemalige Crainfelder Nachbarn. Sein Sohn Erwin Sommer besuchte Crainfeld noch einmal. Nachdem das alte Haus "Girschels" längere Zeit leerstand und verfiel, erfolgte im Zuge der Dorferneuerung im Jahr 1984 der Abbruch der Hofreite. Die Stelle blieb bis heute unbebaut, der völlig verwilderte Garten und ein kleiner Mauerrest des Stallteils sind noch erhalten geblieben. |
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Das Haus "Abrahams", seit 1956 Kindergarten, im Jahr 2005. Rechts angrenzend und durch eine Brandmauer abgetrennt das frühere Wohnhaus des Crainfelder Architekten Ludwig Schmelz ("Wänersch"). |
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Familie Abraham Sommer - Hausname "Abrahams" ("Alexe") Im Jahr 1896 kaufte der Handelsmann Bär Strauß den kleinen einstöckigen Stockwerkbau an der Hauptstraße (Frankfurter Straße) direkt zwischen den weit größeren Hofreiten "Liesjes" und "Wänersch". Als nächster Besitzer des Hauses ist 1901 Sigmund Sommer II. eingetragen, der ein Bruder von Feist Sommer II. aus dem gegenüberliegenden Haus "Girschels" war. Sigmund Sommer II. war wie sein Sohn Abraham Sommer (geb. 31.12.1897) Viehhändler. Die Familie meldete sich am 29.3.1938 nach Frankfurt a. M. ab und konnte noch in die USA emigrieren. Dort ertrank der jüngere Sohn Manfred (geb. 2.3.1937) im Alter von 9 Jahren im East River in New York. Der ältere Sohn Armin (geb. 8.4.1930) wurde noch 1936 in der Volksschule Crainfeld eingeschult (siehe das entsprechende Klassenfoto) und am 13.4.1937 nach Bad Nauheim abgemeldet. Das Haus "Abrahams", das auch unter dem Hausnamen "Alexe" bekannt war, wurde bereits 1936 an einen Auswärtigen (Heinrich Oestreich) verkauft. Nach weiteren Besitzwechseln erwarb die Gemeinde Crainfeld das Haus und richtete darin 1956 den örtlichen Kindergarten ein, der dort bis heute besteht. Das 1975 durch einen modernen Anbau erweiterte Haus blieb bis heute erhalten. |
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Das frühere Haus "Meiersch" im Jahr 2005. |
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Familie Meier Stern - Hausname "Meiersch" ("Salmjes") Fast ein ganzes Jahrhundert lang befand sich zwischen den Hofreiten "Roasche" und "Schneidersch" in der Hauptstraße (Frankfurter Straße) das Haus mit dem Namen "Meiersch" im Besitz der jüdischen Familie Stern. Im Jahr 1835 kaufte der Viehhändler Salomon Stern das nach ihm zunächst "Salmjes" genannte zweistöckige quergeteilte Einhaus, das seinen Nachfahren bis 1933 gehörte. Salomon Stern lebte vom Viehhandel. Sein Sohn Emanuel Stern betrieb zusätzlich noch das Gewerbe des Metzgers und war im Jahr 1877 einer von vier Crainfelder Metzgern. Neben Ochsen-, Rind- und Schaffleisch bot er auch Schweinefleisch zum Verkauf an, obgleich Schweine nach den jüdischen Speisegesetzen nicht verzehrt werden dürfen. Emanuel Stern war auch der Vorsteher der jüdischen Gemeinde. Im Jahr 1899 wurde eine neue Thorarolle feierlich von seinem Haus in die Synagoge überführt. Nach seinem Sohn Meier Stern (geb. 19.9.1875), der wiederum Viehhandel und darüber hinaus auch eine Schuhhandlung und Schuhwerkstatt betrieb, wurde das Haus fortan in Crainfeld nur noch "Meiersch" genannt. Das Schuhgeschäft von Meier Stern war so umfangreich, dass er sogar einen zusätzlichen Schuhmacher beschäftigen konnte, der darüber hinaus Vorturner beim 1928 gegründeten Crainfelder Turnverein war. Meier Stern hatte drei Söhne, Ludwig, Hugo und Sally. Sally Stern (geb. 23.10.1910) blieb im Elternhaus und im elterlichen Geschäft. "Meiersch" gehörten zu den ersten jüdischen Familien, die Crainfeld nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verließen. Am 7.11.1933 meldete sich Meier Stern mit seiner Ehefrau Rosa (geb. 3.2.1877) nach Arnheim in den Niederlanden ab, sein Sohn Sally Stern verließ Crainfeld am 21.12.1933. Er überschritt die Grenze bei Emmerich und wohnte in Arnheim, Oeverstrant 36. Das Schicksal der Familie ist unklar. Sally Stern soll später im KZ Buchenwald ermordet worden sein. Das Haus "Meiersch" wurde 1933 von Heinrich Karl aus Reichlos gekauft und wurde fortan "Koarles" genannt. Die Hofreite blieb bis heute relativ unversehrt erhalten. |
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Manfred und Frieda Sommer in New York nach ihrer Emigration 1937. |
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Familie Manfred Sommer - Hausname "Nades" Das Haus "Nades" stand bzw. steht direkt gegenüber dem Haus "Meiersch" auf der anderen Seite der Hauptstraße (Frankfurter Straße) zwischen dem alten Haus der Hofreite "Deichschneidersch" und dem zweiten "Rasche" Haus. Im Jahr 1863 hatte es Nathan Sommer I. gekauft, der dem Haus, einem zweistöckigen quergeteilten Einhaus, auch seinen Hausnamen "Nades" gab. Insgesamt lebten dort drei Generationen der vom Viehhandel existierenden Familie Sommer. 1896 übergab Nathan Sommer I. das Haus den Sohn an Löb (Leopold) Sommer (geb. 15.3.1866), der sich mit seiner Frau Betty (geb. 13.11.1872) am 1.3.1938 nach Frankfurt a. M. abmeldete. Sein Sohn Manfred Sommer (geb. 6.8.1895) betrieb ebenfalls eine Viehhandlung. Nach Zeitzeugenberichten soll er auch Handkäse hergestellt haben. Seine Ehefrau Frieda Sommer geb. Reichenberg (geb. 4.3.1907) stammte aus Windecken. Am 29.10.1928 wurde die Tochter Ilse geboren. Am 7.2.1937 meldete sich Manfred Sommer mit Frau und Kind in Crainfeld ab und emigrierte in die USA, wo sie sich im New Yorker Stadtteil Brooklyn niederließen. Die Verwandten in Windecken dagegen wurden ermordet. Die Nachfahren von Manfred Sommer leben heute noch in den USA. Ilse Blumental geb. Sommer war in ihrer Kindheit eine enge Freundin von Elli Krusche geb. Heutzenröder ("Schustervelljes") und im Jahr 1998 mit ihren Angehörigen zu Besuch in Crainfeld. |
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Familie Josef Bär - Hausname "Kadaljes" Die Familie Bär wohnte ursprünglich in einem kleinen Haus, das an der Stelle der späteren Gastwirtschaft "Zum Hessischen Hof" stand und das 1867 von Benjamin Bär (geb. 12.11.1843, gest. 31.10.1888) gekauft worden war. Nach seinem Tod verkaufte die Witwe Fanny Bär geb. Meier das Haus 1892 an die Witwe des benachbarten Gastwirts Heinrich Meinhardt ("Deichschneidersch") und wanderte wie schon ihre Kinder in die USA aus, wo deren Nachfahren bis heute leben. Schließlich erwarb Daniel Bär (1840-1922), dessen Ehefrau Bettchen (1847-1908) wie er selbst aus Kefenrod stammte, und der ein Bruder von Benjamin Bär war, 1881 ein in einer Nebenstraße abseits der Hauptstraße hinter der Hofreite "Roasche" liegendes Anwesen. Dieses zweistöckige quergeteilte Einhaus hatte bis dahin den Hausnamen "Volzbostebäckerjes" getragen. 1820 gehörte es dem gebürtigen Ilbeshäuser Konrad Usinger, der 1813-1815 Bürgermeister von Crainfeld war. Durch Einheirat erwarb der Bäcker Georg Löffler aus Landenhausen (heute Ortsteil von Wartenberg) das Haus, dessen 5 Kinder jedoch alle im Kindesalter starben. 1894 ging das nunmehr "Kadaljes" genannte Haus an den Sohn Joseph Bär (geb. 15.3.1869) über. Die geschäftlichen Verhältnisse waren wie folgt: Etwa 1905 übernahm Josef Bär von seinem Vater ein Textilgeschäft mit Hausiererladen übernommen und stellte dann später auf Spezereihandel um. Nach einem Eintrag im Gewerbetagebuch von 1926 stellte er dann wieder um als Eisenhändler, Viehhändler mit Rindvieh im kleinen, Pferdehändler im kleinen, Metzger der nicht ständig schlachtet und Salzkrämer. Dieses Geschäft wurde dann am 9.12.1937 abgemeldet. Joseph Bär war mit seinem Eisenwarenhandel in seinem Kundenkreis, der sich über 20 Nachbargemeinden erstreckte, sehr beliebt und angesehen. Vor 1933 betrug der monatliche Verdienst etwa 200 RM. Der Laden befand sich links von der Haustür und war über den Hausflur zugänglich. An der Tür zur Wohnung auf der rechten Seite ist bis heute ein Schild mit der Aufschrift "Privat" angebracht. |
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"Kadaljes" Haus im Jahr 2004. |
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| Joseph Bär war mit Betty Bär geb. Birk verheiratet, die noch in Crainfeld am 9.12.1936 starb. Die Eheleute hatten drei Kinder: Deborah (geb. 7.6.1894), Else (geb. 24.12.1895) und David (geb. 23.4.1897). Deborah wohnte im Elternhaus bis zur Emigration in die USA am 14.3.1938. Else war in Sterbfritz bei Schlüchtern verheiratet: | ||
| Jakob Hecht, geboren am 20.3.1884 in Mottgers, war Pferdehändler in Sterbfritz, verheiratet war er mit Elsa Hecht, geb. Baer, geboren am 24.12.1895 in Crainfeld. Das Ehepaar hatte zwei Kinder, einen Jungen Lothar Hecht, geboren am 13.9.1923 in Sterbfritz, und ein Mädchen Steffi Hecht, geboren am 11.12.1927 in Sterbfritz. Die Familie lebte in der Brückenauer Straße 34. Die Familie mußte die "Kristallnacht" in Sterbfritz erleben. Jakob Hecht war vermutlich verhaftet und für einige Wochen nach Buchenwald in das KZ verschleppt worden. Auch der Vater von Frau Elsa Hecht, Josef Baer, geboren am 15.3.1869 in Crainfeld, lebte seit 1937 bei der Familie seiner Tochter in Sterbfritz. Die Jugendlichen besuchten jüdische Schulen und Ausbildungsstätten in Frankfurt und lebten auch dort. Steffi Hecht besuchte 1939 auch eine zeitlang die jüdische Bezirksschule in Bad Nauheim, dann lebte sie im Heinemannschen Institut, einem Heim für Mädchen, und besuchte das Philantropin. | ||
| Am 30. Mai 1942 wurde die Eltern und die Kinder aus Sterbfritz verschleppt - über das Sammellager in Kassel - in das Konzentrationslager Majdanek, wo vermutlich auch der 19jährige Lothar Hecht als Arbeitssklave aus dem Zug herausgeholt wurde. Der Zug fuhr dann weiter direkt in das Vernichtungslager Sobibor bei Lublin. Dort wurden die Eltern und die 14jährige Tochter Steffi vergast. | ||
| Der alte Vater/Großvater war in Sterbfritz geblieben. Er wurde einige Monate später gezwungen, mit den anderen alten jüdischen Sterbfritzern nach Schlüchtern zu ziehen in das Ghettohaus Unter den Linden 12-14. Am 5. September 1942 wurde er von dort über Kassel gewaltsam in das Ghetto Theresienstadt verschleppt, von dort drei Wochen später am 29.9.1942 nach Treblinka in das Vernichtungslager, wo er vergast wurde. | ||
| Quelle: Monica Kingreen: Beiträge zur Geschichte jüdischer Sterbfritzer, in: Unsere Heimat. Mitteilungen des Heimat- und Geschichtsvereins Bergwinkel e. V., Schlüchtern 1998, S.121f | ||
| David Bär war ebenfalls verheiratet und jüdischer Religionslehrer in Edenkoben im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz. Ihm gelang noch die Emigration in die USA. Das "Kadaljes" Haus wurde im Oktober 1937 von der Gemeinde Crainfeld für 5700 RM erstanden und der Stall für die Unterbringung der Gemeindebullen verwendet. In den Wohnteil wohnte die Familie Johannes Herchenröder zur Miete. Das Haus wurde seither "Bullehansjes" genannt und 1980 an die jetzigen Besitzer verkauft. | ||
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Die Hofreite "Moadjes" Haus 2005. |
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Familie Simon Strauß - Hausname "Moadjes" Genau 99 Jahre lang, von 1832 bis 1933, gehörte das unterhalb von "Michelhennerjes" (Bäckerei Müller) an der Straße nach Grebenhain zu stehende Haus "Moadjes" jüdischen Familien. Die stattliche Hofreite war vor ihrer "Modernisierung" eines der schönsten Fachwerkhäuser von Crainfeld und ist als solches bis heute auch im namhaften "Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler" von Georg Dehio vermerkt. Im Jahr 1820 befand sie sich im Besitz des Crainfelder Pfarrers Ludwig Wilhelm Heinrich Rübsamen. Schließlich ging das Haus 1832 an Jud Süssel Sommer über, dessen vorheriges Wohnhaus sich zuvor im Unterdorf befunden hatte. Offenbar ebenfalls durch Kauf ging das Anwesen 1852 an Markus Strauß über. |
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Simon Strauß mit seiner Ehefrau Augusta geb. Wallenstein um 1930. |
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| Markus Strauß scheint auch als Geldverleiher tätig gewesen zu sein, denn er wurde, möglicherweise durch Pfändung, 1861 Besitzer eines Hauses im benachbarten Bermuthshain, das er aber 1884 wieder verkaufte. 1881 ging sein Haus an den Sohn Simon Strauß (geb. 14.9.1860, gest. 23.2.1933) über, der Viehhändler war und dessen Ehefrau Augusta Strauß geb. Wallenstein (geb. 22.1.1864, gest. 22.2.1955 Middletown/New York) aus Ruppertsburg bei Laubach stammte. Beide hatten vier Kinder: Albert (geb. 28.1.1895), Dina (geb. 27.4.1892), Theo David (geb. 10.11.1899) und Olivia (geb. 5.9.1901, genannt Olli). 1930 übertrug Simon Strauß die Hofreite "Madjes" seinem Sohn Albert Strauß. Die Familie war wohlhabend und galt als sehr vornehm. Bereits kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 und dem Tod von Simon Strauß am 24.2.1933 verließ die Familie als erste jüdische Familie Crainfeld. Auch sie war vom Holocaust betroffen. Albert Strauß gilt offiziell als "bei Minsk verschollen". Seine Schwester Dina Strauß, die als Krankenschwester im jüdischen Krankenhaus in der Gagernstraße in Frankfurt a. M. arbeitete, starb am 24.9.1942 im KZ Theresienstadt. Theo David Strauß konnte dagegen emigrieren und starb am 7.10.1965 in Montreal (Kanada). Olivia Strauß war in Bad Soden verheiratet und verließ Deutschland mit ihrem Mann, ihrer Mutter Augusta und ihrer Tochter Hannelore, die im September 2006 Crainfeld besuchte und heute in New Jersey lebt. Die Hofreite "Moadjes" wurde 1933 an den Schindlermeister Karl Luft aus Crainfeld ("Lufte") verkauft und steht, wenn auch äußerlich stark verändert, noch heute. | ||
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Wie das benachbarte alte Brauhaus, das der Volksbank zu weichen hatte, wurde auch das einstige Haus "Affremjes" inzwischen abgerissen. An der Stelle findet man heute diesen Neubau. Hier eine Aufnahme aus dem September 2005. |
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Familie Moses Sommer - Hausname "Affremjes" Im Jahr 1864 erwarb Feist Sommer I. das zwischen den Hofreiten "Ratzammels" und "Eirichs" gelegene Haus, ein zweistöckiges quergeteiltes Einhaus. 1906 wurde sein Sohn Moses Sommer Besitzer der Hofreite, der wie viele Landjuden vom Viehhandel lebte. Er war zweimal verheiratet, seine zweite Ehefrau Amalie ("Malchen") Sommer geb. Wolff war am 17.11.1884 in Henzberg (Rheinland) als Tochter des Salomon Wolf und der Helena geboren. Er hatte am ersten Weltkrieg teilgenommen und war Träger des Eisernen Kreuzes. Moses Sommer starb im Juli 1936 in Crainfeld und gehörte auch dem letzten am 14.2.1936 neu gewählten Vorstand der jüdischen Gemeinde an. Er hatte einen Sohn Ferdinand aus erster Ehe und aus zweiter Ehe die Töchter Berta (geb. 28.6.1921) und Herta (geb. 17.8.1922), später verheiratete Kaufmann. Ferdinand Sommer war bereits im Jahr 1935 "ohne abgemeldet verzogen", während seine Stiefschwester Berta sich am 10.2.1936 nach Frankfurt a. M. abmeldete. Amalie Sommer und ihre zweite Tochter Herta folgten am 23.1.1937. Das Haus "Affremjes" ging im gleichen Jahr im Rahmen einer Zwangsversteigerung an den Schuhmacher Christian Reifschneider über, der zuvor im jetzigen "Langs" Haus im Pfingstweg gewohnt hatte und dem Haus seinen neuen Hausnamen "Pingstwegs" gab. Das Haus wurde vor einigen Jahren abgebrochen und durch ein neues Wohnhaus ersetzt. Herta Kaufmann geb. Sommer wohnte in der Wolfgangstraße 16 in Frankfurt a. M. und ist "in Polen verschollen" und zählte somit zu den Opfern der nationalsozialistischen Judenverfolgung. Berta Sommer wohnte bis zum Mai 1939 in der Feststraße 16 in Frankfurt a. M.. Es gelang ihr noch, über England nach Kanada zu emigrieren. Amalie Sommer wohnte in der Feststraße 12 in Frankfurt a. M. und zuletzt im Jüdischen Altersheim (Hermesweg 5-7). Seit dem 1. November 1942 handelte es sich bei dieser Anschrift offiziell um eine "Gemeinschaftsunterkunft für Juden", um ein so genanntes "Judenhaus", in dem Juden vor ihrer Deportation in die Konzentrationslager zwangsweise konzentriert wurden. Amalie Sommer wurde am 18.8.1942 bei der siebten großen Deportation aus Frankfurt in das KZ Theresienstadt und von dort nach Auschwitz verschleppt, wo sie ermordet wurde. |
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Das "Götzjes" Haus (heute "Seiherts") im Jahr 2004. |
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Familie Götz und Albert Zimmermann - Hausname "Götzjes" Die Familie Zimmermann zählte ursprünglich zu den drei jüdischen Familien in Grebenhain, die im Unterschied zu denjenigen in Crainfeld und Bermuthshain bisher nur eher lückenhaft erforscht sind. Um 1875 kaufte der aus Ober-Seemen (heute Stadtteil von Gedern), wo eine sehr bedeutende jüdische Gemeinde existierte, stammende Götz Zimmermann (geb. 10.12.1849) die an der Hauptstraße stehende alte Grebenhainer Schule, welche durch die Errichtung eines neuen Schulgebäudes in der Grebenhainer Waaggasse überflüssig geworden war, einen stattlichen zweigeschossigen Fachwerkbau mit hohem gemauerten Keller und einer Außentreppe. Dort betrieb er fortan ein großes Textilgeschäft für teure Stoffe und Anzüge (Konfektionsware), dessen Kundenkreis sich nicht nur auf Grebenhain selbst, sondern auch die umliegenden Dörfer erstreckte, und das bis 1935 bestand. Nach ihm erhielt das Haus in Grebenhain den Hausnamen "Götzjes". Götz Zimmermann war Mitglied im 1880 gegründeten Männergesangverein Grebenhain. Noch am 10.12.1932 brachte ihm der Verein zu seinem 84. Geburtstag ein Ständchen vor dem Haus dar. Sein Sohn Leopold wurde als Unteroffizier im ersten Weltkrieg am 25.9.1915 vermisst. Sein Bruder Leopold Zimmermann war in die USA ausgewandert und dort als Inhaber eines Bankgeschäftes zu Wohlstand gelangt. Im Jahr 1920 stiftete er 2500 Mark für den Bau des Kriegerdenkmals in Grebenhain. Götz Zimmermann hatte noch einen weiteren Sohn, Albert Zimmermann (geb. 20.9.1889), der mit seiner Ehefrau Hilde (geb. 17.5.1891) und dem Sohn Gerhard (geb. 23.9.1923) zunächst ebenfalls in Grebenhain lebte. Im Jahr 1929 kaufte Albert Zimmermann dann jedoch ein Haus an der Cent in Crainfeld, das vorher Landwirt Heinrich Götz II. gehört hatte und möglicherweise schon vorher den Hausnamen "Götzjes" getragen hatte, wenn dieser nicht doch auf Albert Zimmermanns Elternhaus in Grebenhain zurückging. In Crainfeld betrieb Albert Zimmermann eine Manufaktur. Am 6.8.1937 starb Götz Zimmermann und wurde als letzter Angehöriger der Gemeinde auf dem jüdischen Friedhof bei Crainfeld begraben, wo auch noch das Grab seiner Ehefrau Lina Zimmermann (geb. 1.7.1849, gest. 25.4.1909) zu finden ist. Albert Zimmermann hatte bereits 1936 sein Haus an den Nachbarn Heinrich Scholtes II. ("Seiherts"), dem bis dahin das schräg gegenüberliegende "Schreinerjes" Haus gehört hatte, verkauft. Mit Ehefrau und Kind meldete er sich am 26.5.1936 ab und emigrierte in die USA. Das Haus in Grebenhain wurde nach dem Tod von Götz Zimmermann für 7500 RM an den Elektromeister Johann Euler verkauft. Gerhard Zimmermann diente während des zweiten Weltkrieges in der amerikanischen Armee und nahm als Soldat beim Einmarsch der Alliierten in Deutschland 1945 teil. |
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Die frühere Hofreite "Itzigs", eines der beiden letzten jüdischen Wohnhäuser Crainfelds bis Ende 1938, im Jahr 2005. |
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Familie Hermann Lind - Hausname "Itzigs" Das an der Abzweigung des Pfingswegs von der Hauptstraße (An der Cent) gelegene Haus "Itzigs" hatte seinen Namen von Isaak Lind, geboren 1832 in Crainfeld, der im Brandkataster von 1862 als Besitzer genannt wird. Mit der gleichnamigen Bermuthshainer Familie, die ebenfalls ihren Ursprung in Crainfeld hatte, war er vermutlich nicht verwandt. Ab 1899 gehörte das kleine zweistöckige Einhaus dem Sohn Hermann Lind, der zweimal verheiratet war, jedoch keine Kinder hatte. Die erste Ehefrau Rosa Lind geb. Rosental, geboren am 9.11.1869 in Wenings, starb am 9.11.1931 in Crainfeld. Am 26.5.1933 erhängte er sich im Wald bei Crainfeld, da er sich mit seiner Frau nicht verstanden haben soll. Möglicherweise spielte aber auch eine Verzweiflung infolge des nach dem antijüdischen Boykott am 1.4.1933 einsetzenden Geschäftsrückgangs eine Rolle. Seine Witwe und zweite Ehefrau Auguste Lind geb. Plaut (geb. 27.3.1882) bewohnte das Haus noch bis zum November 1938 als letzte jüdische Einwohnerin in Crainfeld. Mehrfach schlief sie zur Sicherheit bei christlichen Nachbarn und wurde von diesen vor der SA geschützt. Im Herbst 1938 stand der Verkauf des Hauses an den Arbeiter Otto Adolph aus Hartmannshain bereits kurz bevor, als während der Progromnacht am 10.11.1938 Zimmerleute aus Salz (einer "Hochburg" der NSDAP), die damals beim Dachdecken der Hofreite "Michelhennerjes" beschäftigt waren, das Haus überfielen und vollständig demolierten sowie Textilien raubten. Geschirr wurde zerschlagen und die Betten aufgeschlitzt. Das Haus, dessen Einheitswert vor dem Überfall 2150 RM betrug, wurde schließlich am 14.11.1938 für 1535 RM an Otto Adolph verkauft, der es erst wieder bewohnbar machen musste. Der Bruder von Hermann Lind, Bernhard Lind (geb. 14.12.1877), lebte in Lich und wurde im Zuge des Pogroms in "Schutzhaft" genommen und ins KZ Buchenwald bei Weimar verschleppt, wo er am 4.12.1938 starb. Seine Ehefrau ertränkte sich im Main kurz vor den Deportationen aus Frankfurt a. M.. Auch Auguste Lind wurde deportiert und ermordet. |
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Das frühere Haus "Nathans" im September 2005. |
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Familie Nathan Sommer II. - Hausname "Nathans" Nathan Sommer II. (geb. 10.12.1866) betrieb eine Vieh- und Eisenwarenhandlung und kaufte das nach ihm benannte Haus, das ursprüngliche "Götzjes" Haus der Familien Rausch und Herchenröder, in der Nebenstraße im Jahr 1905, wo er mit seiner Frau Jettchen geb. Katz (geb. 16.5.1871) und seinen Söhnen Julius (geb. 12.6.1906) und Arthur (geb. 10.7.1896) lebte. Das Haus stand zurückgesetzt an der Einmündung der Nebenstraße in die Hauptstraße (An der Cent) und wurde 1938 an den Zimmermann Heinrich Hoffmann aus Ober-Moos verkauft, der aber im zweiten Weltkrieg fiel. Es dient heute, stark umgebaut, als Wirtschaftsgebäude. Nathan Sommer und seine Frau meldeten sich am 3.9.1938 in Crainfeld ab und zogen nach Frankfurt a. M., während ihr Sohn Julius bereits am 18.9.1933 den Ort verlassen hatte. Die Familie war zuletzt völlig verarmt und musste den gesamten Hausrat weit unter Wert (20%) verkaufen. Nur das Nötigste konnten sie mitnehmen. Die Käufer trauten sich nur bei Dunkelheit zu dem Haus, weil sie befürchteten, gesehen zu werden. Nathan und Jettchen Sommer wohnten dann im jüdischen Altersheim in Frankfurt a. M.. Nathan Sommer wurde am 18.8.1942 ins KZ Theresienstadt deportiert, wo er am 6.9.1942 starb. Julius Sommer gelang die Emigration nach Palästina, Arthur Sommer die Auswanderung in die USA, wo ihre Nachfahren auch heute noch leben. |
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